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Die dunkle Seite von Wien - düstere, gruselige und makrabe Orte in und um Wien

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Die Wiener Veranstal- tungsreihe BlutLust bietet geneigten dunklen Zeitgenossen gepflegte Diskussionsrunden, gemeinsame Ausstellungsbesuche, Reisen, Vorträge und Filmabende und  trägt dazu bei, die dunkle (Alternativ-)Kultur in Österreich nicht gänzlich aussterben zu lassen.
Wien-Besuchern sei deshalb angeraten, den BlutLust - Veranstaltungs- kalender auf deren Website einzusehen.

Zur BlutLust-Website


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
Die dunkle Seite von Wien - düstere, gruselige und makrabe Orte in und um Wien

Rhiannon Brunner



Mit dem dunklen Aspekt sind vor allem Orte gemeint, die es von Ausstrahlung und Feeling her in sich haben. Wie überall gibt es ja auch in Wien Plätze an denen es spukt, wo man sagt der Tod sei zu Hause. Ein paar davon findet man hier wieder - nach einer willkührlichen Reihenfolge.

*Spiegelgrund *
Das jetzige Otto-Wagner-Spital hat eine ganz besondere Geschichte. In den 40er Jahren wurden hier Kinder, die man loswerden wollte, "um die Ecke gebracht", man entledigte sich hier ihrer. Sicher waren nicht alle behindert, doch es war eine gute Ausrede in der damaligen Zeit. Jahrzehnte danach wurde das getan, was man schon früher hätte tun sollen, sie wurden aus ihren Präparierbehältnissen geholt, in denen sie lange Zeit aufbewahrt und für Forschung verwendet wurden und ordentlich bestattet.
(Infos zur Gedenkstätte unter www.spiegelgrund.at)

*Wiener Prater *
Dieser Ort hat eine makabre Vergangenheit, die man heute noch u.a. im Pratermuseum findet. Prater, Lustbarkeiten, Zirkus, das war oftmals gleichbedeutend mit Qual für Mensch und Tier, mit Schmerz und großem Leid. Oftmals für viele Ausgestoßene die einzige Möglichkeit eine Heimat zu finden - wie man sie in sogenannten Freakshows hatte (man denke an Verwachsene oder geistig/körperlich Behinderte, die bisweilen noch ein wenig aufgemotzt und so dem Publikum präsentiert wurde).Der Seele des Betreffenden wurde damit jedenfalls großer Schaden zugefügt. Der Prater selber ist ein Ort mit düsterer Ausstrahlung, die allerdings teilweise im Licht und Lärm der Buden unterzugehen droht. Die faszinierendste Zeit um ihn zu besuchen sind die späten Nacht- und frühen Morgenstunden.

*Narrenturm *
Einst erfolgte die Einteilung in drei unterschiedliche Krankheitsbereiche: die Ruhigen - die Unreinen - die Unruhigen. Die Behandlung erfolgte nach dem entsprechenden Krankheitsbild. Die psychiatrischen Anstalten waren früher noch wesentlich "schmerzhafter" als heute, für die damalige Zeit war der Narrenturm eine
fortschrittliche Anstalt, "pflegeleicht" durch die Art der Anlage des Gebäudes. Nicht nur an der Bauweise ist zu erkennen, daß der Narrenturm teilweise stark mit Zahlenmystik durchzogen ist. Die Ausstrahlung ist - gelinde gesagt - eigenartig - in vielfachen Facetten sind noch Schmerz und Leid zu spüren, das hier einst geherrscht haben muß. Diese wird u.a. unterstützt durch all die "eingelegten Präparate", die Körper und Körperteile, aber auch durch die Abdrücke, die man an Erkrankten vornahm und nun zu "bewundern" sind.
Die Art der jetzigen Führung ist bemüht und näheres dazu kann hier nachgelesen werden: http://www.narrenturm.info/

* Kriminal Museum*
Die Geschichte ist voller Kriminalität, Brutalität und Verbrechen. Beginnend mit der Inquisitionszeit wird hier ein Streifzug durch die Zeit bis ins heute unternommen.
Zum Teil sind die Themen natürlich "allgemein" gehalten, jedoch wurden auch ziemlich viele Vorfälle gewählt, denen mehr Zeit und Raum zur Verfügung gestellt wurde. Gut bebildert und beschrieben, mit Photos versehen und mit Artefakten, die zum Fall gehören (oftmals Originale) kann man sich dabei auch ganz gut ein wunderbares Bild machen. Der Großteil ist auf Österreich zugeschnitten, sodaß man auch manches erfährt, das sonst leicht im Vergessen geblieben wäre.

Nähere Informationen dazu: www.kriminalmuseum.at

*Keller der Michaelerkirche*
Eisnt war hier ein Pestraum vorhanden, die Knochen der Toten bildeten den Fußboden, ob der großen Menge, da diese zerkleinert immer mehr vom Boden bedeckten. Einst war der Raum mehrere Meter hoch, heute ist es allerdings stellenweise kaum mehr möglich gerade dort zu stehen - im wahrsten Sinn des Wortes wandelt man über Leichen.

* Spinnerin am Kreuz*
Einst fand sich hier eine Hinrichtungsstätte. Die Statue, die sich hier noch findet - eine Dame, die zwei Kinder in der Hand hält - läßt noch einiges davon erahnen.

*Statuen *
Generell - spezifisch die bei der Kirche Mariahilf Einst war sie aufgestellt bei einer Hinrichtungsstätte - geblieben ist der Schmerz, den sie sah.

*Böhmischer Prater *
Gegründet wurde er vor allem, weil die einst hier lebenden Böhmen nicht so weit in den Wiener Prater gehen wollten, so schufen sie ihren eigenen Prater. Vor allem nachts hat dieser und ein paar Plätze in der näheren Umgebung  einiges an sich, das einen wohligen Schauer zu verursachen in der Lage ist.

*Blutgasse *
Laut Legende soll Erzsebeth Bathory, die Blutgräfin, einen ihrer zwei Wohnsitze in Wien hier haben - daß diese ja einiges an Mädchen "opferte" ist ja hinlänglich bekannt. Die wahrscheinlichste Erklärung für die Namenswahl war, weil die Mönche des angrenzenden Klosters praktisch immer am frühen Morgen die Straße  vom Blut reinigen mußten.

*Flaktürme
*Überbleibsel aus der Zeit des letzten großen Krieges. Die Wände sind mehrere Meter dick und aus Beton, diese zu zerstören würde es soviel Dynamit brauchen, daß man gleich ein paar angrenzende Bezirke miträumen könnte. In einem ist das "Haus des Meeres" untergebracht. Nicht nur aus weiterer Ferne wirken sie ziemlich mächtig und eindrucksvoll.

*Zentralfriedhof*
Ein alter, angenehmer Ort voll Ruhe und Harmonie, Anziehungspunkt für Viele, versehen mit eigener Buslinie und viel Geschichte. Filmtip dazu über die Geschichte des Zentralfriedhofes /Wien - es lebe der Zentralfriedhof von Manfred Corrine/

*Friedhof der Namenlosen*
Wie überall gab es auch in Wien eine Anzahl von Selbstmördern. Einige von ihnen sprangen in die Donau. Bei einer Kehre wurden alle diese Toten ans Ufer gespült. Hier wurde der Friedhof der Namenlosen gegründet. Fand man die Namen der Toten allerdings heraus, wurden sie schließlich doch noch woanders beerdigt.

*Haus im Bermudadreieck*
Eines der Zentren zum Fortgehen ist in Wien das sogenannte Bermudadreieck das sich in der Nähe des Schottenringes befindet. Hierin gibt es ein Haus, das seit sehr langer Zeit weder Mieter noch Geschäfte halten kann. Die Geschäfte gehen der Reihe nach ein, die Mieter sprechen von seltsamen Stimmungen. Alles in allem klingt es doch sehr nach einem Spukhaus, liegt an der Kreuzung Rabensteig/Seitenstettengasse. Erbaut wurde es auf dem einstigen Fluß Mörin, dieser hatte hier eine Kehre - ähnlich dem Friedhof der Namenlosen - wurden auch hier immer wieder Leichen angeschwemmt.
 
 

©Rhiannon Brunner