Bisco
Hatori:
OURAN
HIGH SCHOOL HOST CLUB
Kategorie:
Highschool/Comedy/
Romance
Haruhi
Fujioka, Eliteschülerin an der sündteuren Ouran High, ist in
mancherlei Hinsicht eine Aussenseiterin. Da wäre mal ihre Herkunft
– ihr Vater ist weder Konzernboss noch hoher Politiker, noch von Adel.
Haruhi ist Halbwaise und erledigt neben der Schule auch noch den Haushalt,
was für sie jedoch kein Problem darstellt.
Nur
für teure Klamotten und Schminke reicht das Geld hinten und vorne
nicht, was Haruhi aber ziemlich locker sieht. Sie läuft rum wie ein
Junge und weil sie androgyn aussieht, denken auch alle, sie wäre tatsächlich
einer. Die Ouran High besuchen die Kinder der oberen Zehntausend und wer
es als armer Schlucker dorthin schafft, muss schon ein extrem guter Schüler
sein, ein Streber. Haruhi ist ein Paradestreber mit einem Stipendium und
besucht die A-Klasse, die Eliteklasse der Schule.
Sie
lernt am Nachmittag meistens in der Schule, weil ihr Vater zuhause oft
Besuch von seiner Freundin hat. Auf der Suche nach einem ruhigen Ort zum
Lernen stolpert sie rein zufällig in eine Versammlung der attraktivsten
Jungen der Schule, den „Ouran High School Host Club“, der allein dem Zweck
dient, gelangweilten höheren Töchtern galant die Zeit zu vertreiben.
Man
hält sie für einen Jungen und potentiellen Kunden (....), Haruhi
klärt das Missverständnis auch nicht auf. Es ist ihr egal, dass
man sie für einen Jungen hält (Haruhi ist nicht gerade eitel).
Sie fühlt sich ziemlich deplaziert und kann mit diesem Hostclub nicht
viel anfangen, ausserdem möchte sie nur lernen und ansonsten in Ruhe
gelassen werden. Beim Rausgehen stösst sie jedoch eine teure Vase
um, die eigentlich versteigert werden sollte. Die Schulden, die sie jetzt
beim Club hat, soll sie entweder bezahlen...kann sie natürlich nicht...oder
abarbeiten. Sie wird also zwangsverpflichtet, für den Hostclub zu
arbeiten – als Junge – ausserdem muss sie 1000 neue Kundinnen anwerben.
Mobbing
ist hier kein Thema - die Tatsache, dass sie aus dem Mittelstand stammt
- also für ihre Mitschüler unfassbar arm ist, nahe am Bettlertum
- hält dieselben nicht davon ab, sie richtig kennenlernen zu wollen:
Man ist neugierig, wie der "Pöbel" lebt (der Ausdruck "Pöbel"
wird hier fast mit schauderndem Respekt ausgesprochen) und man imitiert
mit immer grösserer Freude die pöbelhaften Sitten und Gebräuche
(Instant-Ramen wird zum Kult erhoben, die Ritchies im Hostclub trinken
nur noch Pöbel-Fertigkaffee, einkaufen in einem stinknormalen Supermarkt
gerät zu einer Abenteuersafari der Luxusklasse - es macht Spass, pöbelhaft
zu sein! Was Haruhi nur bedingt nachvollziehen kann.) |
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Als
Haruhi schliesslich enttarnt wird, ist die Verwirrung anfangs sehr gross.
Man kommt aber schnell überein, sie zu behalten - im Hostclub gehört
sie inzwischen zu den beliebtesten Mitgliedern (weil sie mit Mädchen
so sensibel ungehen kann...), ausserdem hat sie beim Club noch ziemliche
Schulden.
Der
glamouröse Tama-San, in den fast alle Mädchen und auch einige
der Jungs in der Schule verknallt sind, verliebt sich Hals über Kopf
in Haruhi, die zu daneben steht, um irgendetwas davon zu merken. Für
sie ist er nur "der Chef" (oder "King", wie er genannt werden möchte
- was aber kaum wer macht), er jedoch bemüht sich extrem, ihr zu gefallen.
Was meistens ins Auge geht. Nebenbei versucht er noch mit Hilfe seiner
Clubkameraden, Haruhis Weiblichkeit zu wecken, die ihr irgendwann verloren
gegangen zu sein scheint.
Haruhi
wächst den Jungs richtiggehend ans Herz, sie wird sozusagen adoptiert,
was ihr schon ganz gut gefällt (zumindest erträgt sie es stoisch),
nicht aber die Tatsache, dass sie eigentlich überhaupt kein Privatleben
mehr hat. Egal, was sie unternimmt - die Jungs sind mit dabei! Klar, dass
sie mit keinem anderen Jungen mehr reden darf, und wenn sie mal in den
Ferien in einer Ferienpension arbeitet, kann man sich ja vorstellen, wer
sich hier bei ihr einnistet. Trotzdem oder gerade deshalb gibt es immer
jede Menge Spass, peinlich-witzige Situationen (Tamaki..) und Abenteuer.
Während dessen versucht Tamaki immer wieder, bei Haruhi zu landen.....
Das
Ganze klingt ja relativ normal (oder?), aber wer die Zeichnungen sieht
und die Dialoge liest, kommt aus dem Lachen nicht mehr raus. Nach den ersten
Seiten stellt sich eine Art Suchtgefühl ein, man frisst sich durch
den Manga und möchte mehr davon, zumindest ist es mir so gegangen,
und ich bin aus dem Schulalter schon länger raus. Die Personen sind
dermassen genial überzeichnet und manchmal so daneben und verplant,
dass man sie alle lieb gewinnt, vor allem Haruhi und den kranken, verplanten
und ultimativ süssen Tamaki, den Chef des Host Clubs (obwohl er schon
mehr als anstrengend ist). Nicht zu vergessen Haruhis Vater, der sich im
Laufe der Serie von bisexuell, schwul bis hin zum Transvestiten entwickelt.
Der Mann ist der reine Kult und absolut wandlungsfähig. Aber jeder
hat im Hostclub seine Favoriten, hab ich gehört, und manchmal sind
es gerade die stilleren, nicht so auffallenden, die die meisten Fans haben.
Fazit:
Einfach klasse! Genial gezeichnet, die Story lässt nichts zu wünschen
übrig und die Dialoge sind ebenfalls perfekt (auch in der deutschen
Übersetzung). Comedy total, viel Action, ein Hauch Romantik - und
seehr stylish. Auf jeden Fall nicht nur für Schüler geeignet
- daran können sich auch Ältere wagen, auch Leute, die es mit
Mangas normalerweise nicht so haben. Riesenkompliment an Bisco Hatori für
dieses Meisterwerk, das von Anfang bis zum Ende zu fesseln und zu unterhalten
weiss.
©Shine |