Enge
Windungen im Kreis, Gänge mit verhangenen Türen, rot, blau, braun,
hölzern, rostig, zogen an ihm vorbei, während er den Weg entlangwanderte,
mal langsam und müde, mal voller Kraft und mit weit ausgreifenden
Schritten. Seit Jahren schon. Er konnte sich nicht mehr erinnern, wann
er aufgebrochen war.
Jede
Etage, die er erstieg oder hinunterwanderte war angefüllt mit neuen
Zimmern hinter neuen Türen. Es lebten Menschen dort, die sich häuslich
eingerichtet hatten auf den Gängen, in den Nischen und Sackgassen.
Eng und dunkel war es, warm und es roch nach Essen. Die Wände waren
rußverkrustet und niedrig, einige Kinder hatten sie mit Kreide bemalt
und quer über den Weg waren ab und an Schnüre gespannt, an denen
verfärbte Socken trockneten.
Er
liebte es zu wandern und wenn er gefragt wurde, warum er nicht bleibt bei
denen, die ihn eingeladen hatten, sagte er immer – es gibt soviel zu sehen.
Das
was er nicht sagte ist, daß er etwas suchte, wovon er nicht wußte,
was
es
war.
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