WISHMASTER
3 – DER HÖLLENSTEIN (WISHMASTER 3: BEYOND THE GATES OF HELL)
USA
2001
Regie:
Chris Angel
Darsteller:
Jason Connery, A. J. Cook, John Novak
DVD,
e-m-s, ca. 88 min., FSK ab 16
Die
junge Studentin Diana entdeckt in einem antiken Schmuckkästchen einen
Edelstein und ruft damit versehentlich einen Dämon – den teuflischen
Djinn – herbei. Dieser mißgestaltete Höllenknecht (eine verunglückte
Kreuzung zwischen Jack Arnolds Ungeheuer vom Amazonas und Rumpelstilzchen)
hat nichts anderes im Kopf, als die Herrschaft des Bösen auf der Welt
zu etablieren und muß zu diesem Zweck seiner Erweckerin drei Wünsche
erfüllen. Kompliziert? Nein, das scheint nur so.
Zu
Mr. Djinns Pech ist Diana jedoch schon längst über alle Berge
als er sich materialisiert und so widmet er sich erst einmal dem Collegeprofessor
Barash, der sozusagen zur falschen Zeit am falschen Ort eintrifft. Barash
wünscht sich kein Gold, kein Geld und auch kein neues Auto – nein,
tolle Frauen sollen es sein und derer erhält er dann auch gleich zwei.
Doch das barbusige Vergnügen entpuppt sich schnell als übler
Djinnstreich. Der Professor verliert im wahrsten Sinn des Wortes sein Gesicht
und der Dämon schlüpft in seine Gestalt, um für den Rest
des Films das College unsicher zu machen und Diana hinterherzujagen.
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Diese
ahnt noch nichts von ihrem Glück und vertreibt sich die Zeit mit ihrem
langweiligen Lover Greg, der sich jedoch später in niemand anders
als den Erzengel Michael (!!) verwandelt …
Daß
permanente Fortsetzungen oft den Tod einer einstmals guten Grundidee bedeuten,
ist keine neue Erkenntnis und auch Wishmaster 3 bestätigt diese Tatsache.
Das haarsträubende Drehbuch könnte im Prinzip für richtigen
Trash taugen, doch dazu fehlt Regisseur Chris Angel das Zeug und wohl auch
der Mut. Stattdessen gibt es – ohne Witz, ohne Charme und maßlos
öde - massenkompatiblen US-College-Horror von der Stange. Sonnengebräunte
junge Menschen mit dummen Gesichtern und dem Charisma von RTL-Serienstars
versuchen vergeblich dem Drehbuch zu folgen und auch die eingestreuten
Gore-Szenen (so wünscht sich eine Studentin vom Djinn "ein paar Kilo
abzunehmen" und kotzt sich prompt die Eingeweide aus dem Leib – eine der
wenigen witzigen Ideen...) können das Desaster nicht mehr retten,
zumal diese in der vorliegenden FSK16-Version auch noch kräftig geschnitten
wurden.
Positives
gibt es lediglich in punkto DVD-Qualität zu vermelden: Sehr gute Bildqualität
in 1.85:1 Widescreen, deutscher und englischer Ton in DD 5.1. und DD 2.0
sowie ein ordentlicher Bonusanteil inkl. Audiokommentar von Regisseur und
Cast, Bio- und Filmographien, Making Of und Trailern.
©Thomas
Wagner |