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Wishmaster 3 - Der Höllenstein (Wishmaster 3: Beyond the Gates of Hell)
Die junge Studentin Diana entdeckt in einem antiken Schmuckkästchen einen Edelstein und ruft damit versehentlich einen Dämon – den teuflischen Djinn – herbei. Dieser mißgestaltete Höllen- knecht (eine verunglückte Kreuzung zwischen Jack Arnolds Ungeheuer vom Amazonas und Rumpel- stilzchen) hat nichts anderes im Kopf, als die Herrschaft des Bösen auf der Welt zu etablieren und muß zu diesem Zweck seiner Erweckerin drei Wünsche erfüllen. Kompliziert? Nein, das scheint nur so. 

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WISHER

USA 1988
Regie: Gavin Wilding
Darsteller: Liane Balaban, Ron Silver, Robert Bamford

VHS (auch als DVD erhältlich), Universal, ca. 82 min., FSK ab 16
 

Die 17jährige Mary (Liane Balaban) ist in der Schule eine Außenseiterin und interessiert sich herzlich wenig für die neusten Modetrends, Frisuren und anderen elementaren Dinge, die das Leben ihrer oberflächlichen Klassenkameradinnen ausfüllen. Stattdessen ist sie ein leidenschaftlicher Horrorfilmfan, wovon ihre Eltern allerdings wenig begeistert sind. 

Seit einiger Zeit wandelt Mary im Schlaf und hat Alpträume, was nach Meinung der Eltern sowie des Schulpsychologen ganz klar den Horrorfilmen anzulasten ist, woraufhin man ihr dieses Hobby kurzerhand untersagt. Sie setzt sich aber über das Verbot hinweg und schaut sich im Kino den berüchtigten neuen Horrorschocker The Wisher an, dessen Titelfigur - eine Mixtur aus Marylin Manson und Vogelscheuche - ein wunscherfüllender Dämon ist (Wishmaster läßt grüßen...). Während der Vorstellung überfällt sie jedoch eine plötzliche Panik und Übelkeit, und sie verläßt das Kino - nur um einige Meter weiter zu entdecken, daß ihr Vater tödlich mit seinem Auto verunglückt ist.
 
 
 
 
 
 
 
 

 


Wochen später häufen sich merkwürdige Vorfälle: Mary glaubt, von einer Gestalt verfolgt zu werden, die dem Wisher frappierend ähnlich sieht und es dauert nicht lang, bis in ihrem Umfeld die ersten grausamen Morde geschehen... Zugegeben, da sind einige nette Ideen in The Wisher: Die Gratwanderung zwischen (Alp-)Traum und Realität, ein sich scheinbar verselbständigendes Film-Monster, der Querverweis auf die Möglichkeit untergründiger Manipulationen durch versteckte Botschaften im Film... Alles eigentlich recht brauchbare Zutaten, aus denen man theoretisch einen guten Horrorfilm basteln könnte. Doch leider war hier wieder das übliche Mittelmaß am Werk und so bietet sich nicht mehr als Massenware auf TV-Niveau mit einer vorhersehbaren Story und wenig überzeugenden Darstellern. Die Spannung entwickelt sich recht schnell rapide abwärts und die Auflösung ist dermaßen banal, daß es einem die Schamesröte in die Wangen treibt. 

Am ärgerlichsten sind jedoch die moralisierenden Untertöne und die finale Bestätigung dessen, was uns bigotte Saubermänner dies- und jenseits des Atlantiks schon seit Jahren weismachen wollen: Horrorfilme sind gefährlich und dienen nur dazu, labile Mitmenschen in amoklaufende Serienkiller zu verwandeln. Eine Message, mit der der Film sich selbst in den Allerwertesten und letztendlich in die wohlverdiente Mülltonne tritt...
 

©Thomas Wagner