WÄCHTER
DER NACHT
(NOCHNOI
DOZOR )
Rußland
2005, Thriller/Action
Regie:
Timur Bekmambetow
Darsteller:
Konstantin Khabenski, Wladimir Menschow, Valeri Zolotukhin
Einst
trafen zwei mächtige Heere aufeinander, beide wollten die große
Brücke queren doch keiner weichen. Unerbittlich trieben die Befehlshaber
sie in die Schlacht....Während des Kampfes merkten sie, daß
ihre Heere gleich stark sind, so suchten sie nach einer Lösung und
fanden sie ...
Heute:
Die Wächter des Lichts und der Dunkelheit stehen sich gegenüber,
wachen über die anderen - ohne Bürokratie geht kaum etwas. Viele
gehören zu ihnen - Vampire, Hellsichtige, Formwandler aber auch
Hexen und noch vieles mehr - nur einge- schränkt durch den Waffenstillstand.
Ihre Patrouillen führen sie als Night Watch oder Day Watch durch,
nur so ist die gegenseitige Kontrolle gewährleistet. Doch wie überall
gibt es auch hier eine Prophezeihung - ein Auserwählter solle kommen
- sich wie jeder entscheiden können zwischen Gut und Böse - ihm
wird zu verdanken sein, daß das Gleichgewicht ins Chaos stürzt
und mit ihm die Welt.
Anton
Gorodetsky, ein Mann, der bei einer Hexe Hilfe sucht, das Ungeborene des
Nebenbuhlers zu töten und seine Ex zurückzubekommen, wird Zeuge,
wie die Wächter besagte Hexe zur Verantwortung heranziehen. Dabei
wird festgestellt, daß auch er einer der Anderen ist.
Jahre
danach wird er beauftragt, einen 12jährigen Jungen vor Vampiren zu
retten. Zwar schafft er das, doch etwas ist anders gelaufen als geplant
und der Junge mehr, als er ahnt - das Kind, das er damals töten lassen
wollte. |
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Während
dieses Auftrages findet er auch eine Frau, die das Unglück magisch
anzieht - ohne es zu wollen. Eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes
steht bevor - ausgelöst durch sie. Bald schon stellt sich heraus,
daß es auch über sie eine Prophezeihung gibt...
"Wächter
der Nacht" ist kein Einheitsbrei a'la Hollywood-Kitsch sondern eine angenehme
Alternative. Bereits in Rußland war er ein Kassenschlager, überholte
die amerikanischen Blockbuster deutlich und auch außerhalb scheint
es ein Erfolg zu werden. Mit einem minimalen Budget von knapp 5 Millionen
Dollar kann er durchaus mit Filmen wie Matrix oder HdR spielend mithalten.
Die Schauspieler sind in ihrer Heimat bekannte Stars und mal nicht die
typischen Ami-Schönheiten. Die gewählten Locations sind zumeist
heruntergekommene Wohnungen oder Plätze, was dem Ganzen ein durchwegs
düsteres Ambiente verpaßt. Das bleibt den ganzen Film über
erhalten. Mal Fantasy fürs Auge und nicht zum Gähnen (ewig nur
Landschaften ansehen kann man sich auch in diversesten Dokumentationen).
Natürlich
sind rasante Kamerafahrten, Kampf zwischen Gut und Böse und was sonst
noch so alles vorhanden ist in vielen anderen Filmen anzutreffen, was aber
u.a. an der inzwischen verflochtenen Filmindustrie liegt. Einflüsse
sind naturgegeben vorhanden.
Doch
kann - und soll - "Wächter der Nacht" auch eigenständig stehen,
als erster von drei Teilen. Der Film beruht auf dem 1. Teil des Bestsellers
von Sergei Lukyanenkos (inzwischen auf deutsch erhältlich). Die Verfilmung
der beiden anderen Teile ist bereits geplant. Bleibt nur zu hoffen, daß
der typische Stil dieses ersten Teiles auch bei den anderen beibehalten
wird.
©Rhiannon
Brunner |