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Wisher
Die 17jährige Mary (Liane Balaban) ist in der Schule eine Außenseiterin und interessiert sich herzlich wenig für die neusten Modetrends, Frisuren und anderen elementaren Dinge, die das Leben ihrer oberflächlichen Klassenkameradinnen ausfüllen. Stattdessen ist sie ein leidenschaftlicher Horrorfilmfan, wovon ihre Eltern allerdings wenig begeistert sind. 

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WÄCHTER DER NACHT
(NOCHNOI DOZOR )

Rußland 2005, Thriller/Action
Regie: Timur Bekmambetow
Darsteller: Konstantin Khabenski, Wladimir Menschow, Valeri Zolotukhin

Einst trafen zwei mächtige Heere aufeinander, beide wollten die große Brücke queren doch keiner weichen. Unerbittlich trieben die Befehlshaber sie in die Schlacht....Während des Kampfes merkten sie, daß ihre Heere gleich stark sind, so suchten sie nach einer Lösung und fanden sie ...

Heute: Die Wächter des Lichts und der Dunkelheit stehen sich gegenüber, wachen über die anderen - ohne Bürokratie geht kaum etwas. Viele gehören zu ihnen -  Vampire, Hellsichtige, Formwandler aber auch Hexen und noch vieles mehr - nur einge- schränkt durch den Waffenstillstand.  Ihre Patrouillen führen sie als Night Watch oder Day Watch durch, nur so ist die gegenseitige Kontrolle gewährleistet. Doch wie überall gibt es auch hier eine Prophezeihung - ein Auserwählter solle kommen - sich wie jeder entscheiden können zwischen Gut und Böse - ihm wird zu verdanken sein, daß das Gleichgewicht ins Chaos stürzt und mit ihm die Welt.

Anton Gorodetsky, ein Mann, der bei einer Hexe Hilfe sucht, das Ungeborene des Nebenbuhlers zu töten und seine Ex zurückzubekommen, wird Zeuge, wie die Wächter besagte Hexe zur Verantwortung heranziehen. Dabei wird festgestellt, daß auch er einer der Anderen ist.
Jahre danach wird er beauftragt, einen 12jährigen Jungen vor Vampiren zu retten. Zwar schafft er das, doch etwas ist anders gelaufen als geplant und der Junge mehr, als er ahnt - das Kind, das er damals töten lassen wollte. 


Während dieses Auftrages findet er auch eine Frau, die das Unglück magisch anzieht - ohne es zu wollen. Eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes steht bevor - ausgelöst durch sie. Bald schon stellt sich heraus, daß es auch über sie eine Prophezeihung gibt... 

"Wächter der Nacht" ist kein Einheitsbrei a'la Hollywood-Kitsch sondern eine angenehme Alternative. Bereits in Rußland war er ein Kassenschlager, überholte die amerikanischen Blockbuster deutlich und auch außerhalb scheint es ein Erfolg zu werden.  Mit einem minimalen Budget von knapp 5 Millionen Dollar kann er durchaus mit Filmen wie Matrix oder HdR spielend mithalten. Die Schauspieler sind in ihrer Heimat bekannte Stars und mal nicht die typischen Ami-Schönheiten. Die gewählten Locations sind zumeist heruntergekommene Wohnungen oder Plätze, was dem Ganzen ein durchwegs düsteres Ambiente verpaßt. Das bleibt den ganzen Film über erhalten. Mal Fantasy fürs Auge und nicht zum Gähnen (ewig nur Landschaften ansehen kann man sich auch in diversesten Dokumentationen).

Natürlich sind rasante Kamerafahrten, Kampf zwischen Gut und Böse und was sonst noch so alles vorhanden ist in vielen anderen Filmen anzutreffen, was aber u.a. an der inzwischen verflochtenen Filmindustrie liegt. Einflüsse sind naturgegeben vorhanden.

Doch kann - und soll - "Wächter der Nacht" auch eigenständig stehen, als erster von drei Teilen. Der Film beruht auf dem 1. Teil des Bestsellers von Sergei Lukyanenkos (inzwischen auf deutsch erhältlich). Die Verfilmung der beiden anderen Teile ist bereits geplant. Bleibt nur zu hoffen, daß der typische Stil dieses ersten Teiles auch bei den anderen beibehalten wird.
 

©Rhiannon Brunner