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The Pogues: Live at the Town and Country Club London
Es war einmal im London der späten 70er Jahre: Shane MacGowan, ein junger Ire mit einer ausgeprägten Affinität zu geistigen Getränken und anderen Genußmitteln, betätigt sich als Sänger in einer nicht sonderlich erfolgreichen Punkband mit dem schönen Namen The Nipple Erectors. 1981 formieren sich daraus die ebenfalls längst vergesse- nen The Nips und ein Jahr darauf wird schließlich die Band Pogue Mahone (was auf gut Irisch soviel wie "Küß meinen Arsch" bedeutet) ins Leben gerufen, die nun traditio- nelle Irish Folk-Elemente mit punkiger Rotzigkeit zu einer bis dahin nie dagewesenen Symbiose verbindet. 

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THE PHANTOM OF THE OPERA

USA/Ungarn 1983
Regie: Robert Markowitz
Darsteller: Maximilian Schell, Jane Seymour, Michael York, Jeremy Kemp

DVD, e-m-s, ca. 92 min., FSK ab 16

Budapest, Anfang des 20. Jahrhunderts: Sandor Korvin (Maximilian Schell) ist der talentierte und respektierte Dirigent des Budapester Opernorchesters. Seine Frau, die Sopranistin Elena (Jane Seymour), soll trotz ihrer Unsicherheit die die Rolle der Marguerite in der Oper "Faust" singen, doch der Auftritt gerät zu einem Fiasko. 

Als kurz nach der Aufführung eine vernichtende Kritik veröffentlicht wird, begeht Elena Selbstmord. Für Sandor bricht eine Welt zusammen und er sucht den verantwortlichen Kritiker auf, um diesen zur Rede zu stellen. Doch die Situation eskaliert: Der Kritiker kommt ums Leben und Sandors Gesicht wird bei dem Kampf durch Säure entstellt. Fortan bleibt er für die Welt verschwunden und führt in den Katakomben unter der Oper ein phantomhaftes Dasein. Vier Jahre nach dem Unglück soll unter der Leitung von Michael Hartnell (Michael York) eine neue Inszenierung von "Faust" aufgeführt werden. Auf der Suche nach der geeigneten Hauptdarstellerin fällt Hartnells Wahl auf die junge Amerikanerin Maria Gianelli (abermals Jane Seymour). Doch diese ist der toten Elena Korvin wie aus dem Gesicht geschnitten, was auch dem Phantom nicht lange verborgen bleibt... 

Dutzende Male ist Gaston Leroux' 1910 entstandener Roman "Das Phantom der Oper" inzwischen verfilmt worden. Die qualitative Spanne reicht dabei von zeitlosen Klassikern wie etwa der legendären 1925er Stummfilmversion mit Lon Chaney über moderne Adaptionen wie z. B. Brian De Palmas "Phantom of the Paradise" bis hin zu völlig mißglückten Kitschvariationen. Die 1983 entstandene amerikanisch-ungarische Fernsehproduktion "The Phantom of the Opera" gehört nun durchaus zu den sehenswerten Verfilmungen des Stoffes. 


Drehbuchautor Sherman Yellen verpflanzte das Geschehen von Paris nach Budapest (wo auch gedreht wurde) und wandelte die Vorlage auch in weiteren Bereichen ab, so daß sich hier eine sehr freie Interpretation des Stoffes bietet, was dem Unterhaltungswert jedoch keinen Abbruch tut. Regisseur Robert Markowitz gelang hier ein solide inszenierter und gediegen ausgestatteter Horrorfilm im historischen Ambiente, der in manchen Szenen durchaus Erinnerungen an die guten alten Tage der Hammer Productions weckt. Dem knappen Fernsehbudget zum Trotz sind die Kulissen und Kostüme sehr schön gestaltet und die alte Budapester Architektur bietet einen adäquaten Hintergrund für die hier erzählte Geschichte. Auch an den Darstellern gibt es nichts auszusetzen: Maximilian Schell liefert als Phantom eine durchweg überzeugende schauspielerische Leistung und die weiteren Hauptrollen sind mit Michael York (der hier einen ziemlich albernen Lockenkopf spazierenträgt) und Jane Seymour glänzend besetzt. In Nebenparts finden sich u. a. der britische Veteran Jeremy Kemp ("Die Todeskarten des Dr. Schreck") und Paul Brooke (der Mann mit dem prägnanten Silberblick, der Horrorfans als Constable Erny noch aus "Der Biss der Schlangenfrau" in Erinnerung sein dürfte). Für die Make Up-Effekte zeichnete übrigens Stan Winston ("Alien", "Terminator") verantwortlich. 
 

Zur DVD-Umsetzung:
Leider läßt sich die technische Qualität der DVD nicht so loben wie der Film. Das Bild (Vollbild 4:3) besitzt zwar gute Farbkontraste, weist aber Unschärfen und Rauschen auf. Alles in allem läßt sich hier nur mittlere VHS-Qualität attestieren. Der Ton (DD 2.0, Deutsch und Englisch) ist in der Originalfassung recht gut geraten, die deutsche Tonspur kling hingegen etwas dumpf. Von der Tonqualität abgesehen macht die englische Version übrigens allein schon aufgrund der Stimmen der Darsteller wesentlich mehr Freude als die leider recht lasch und hölzern geratene deutsche Synchronfassung. An Extras wird außer einem Trailer leider nichts geboten. 
 

©Thomas Wagner