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The Eye (Jian Gui)
Mit 2 Jahren erblindet Wong Kar Mun. Die nächsten 18 Jahre lernt sie damit umzugehen.  Dann endlich ist es so weit, sie soll wieder sehen können. Eine Augenoperation, allerdings mit Folgen. Erst werden die Schatten, die sie sieht noch abgetan, die Nerven müßten erst lernen richtige Impulse zu schicken, doch bald schon merkt sie, daß mehr dahinter stehen muß. Handelt es sich dabei doch um Geister, wie sie bald schon herausfindet.

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THE DEVIL RIDES OUT

GB 1967
Regie: Terence Fisher
Darsteller: Christopher Lee, Charles Gray, Nike Arrighi, Leon Greene, Sarah Lawson

DVD, Anolis/e-m-s, ca. 92 min., FSK ab 16
 

Der Herzog de Richleau (Christopher Lee), ein Experte auf dem Gebiet des Okkultismus, ist entsetzt, als er entdeckt, daß sein Freund Simon (Patrick Mower) der satanischen Sekte des sinistren Mocata (Charles Gray) beigetreten ist. 

Gemeinsam mit dem skeptischen Rex van Ryn (Leon Greene) entführt er Simon, doch dieser steht schon längst unter dem hypnotischen Einfluß Mocatas und flüchtet zurück in die Obhut des satanischen Zirkels. De Richleau und van Ryn versuchen nun über die junge Tanith Carlisle (Nike Arrighi) an Simon heranzukommen, doch auch sie kann sich nicht gegen Mocatas Manipulationen wehren. Van Ryn schafft es jedoch, den geheimen Treffpunkt der Sekte herauszubekommen. Dort wird eine schwarze Messe zelebriert, in deren Verlauf Simon und Tanith "getauft" werden sollen, um sich so mit Leib und Seele dem Bösen zu verschreiben.

Gerade als sich das leibhaftige Böse in ziegenköpfiger Gestalt als Bock von Mendes manifestiert, gelingt es dem Herzog und van Ryn, die beiden aus dem Kreis der in Ekstase verfallenen Teufelsanbeter zu entführen. Simon und Tanith werden bei de Richleaus Verwandten, den Eatons (Sarah Lawson und Paul Eddington) versteckt, doch es dauert nicht lang und Mocata findet sich dort ein. Als seine Überredungskünste fruchtlos bleiben, versucht er schließlich mit groberen Mitteln, die zwei Abtrünnigen zurückzubekommen. Schon bald sehen sich de Richleau und seine Freunde einer Serie mörderischer schwarzmagischer Angriffe ausgesetzt...

Die Hammerproduktion The Devil Rides Out entstand 1967 auf der Grundlage eines Romans Dennis Wheatleys (in Deutschland bei Bastei Lübbe unter dem Titel Diener der Finsternis erschienen). Insgesamt verfilmten Hammer drei Romane des britischen Bestsellerautors: The Devil Rides Out, The Lost Continent (beide 1967) und schließlich noch To The Devil A Daughter (1976), der das überaus entäuschende Ende der Hammer Productions darstellte. 


Wheatleys literarisch eher zweitklassiger und mit reaktionären Untertönen gespickter Roman The Devil Rides Out wurde von Richard Matheson (dessen Roman I am Legend die Vorlage für die SciFi-Klassiker Last Man On Earth und The Omega Man bildete) zu einem recht passablen Drehbuch umgewandelt und von Regisseur Terence Fisher in ein atmosphärisches und äußerst temporeiches Stück Gothic Horror-Kino transformiert.

Wie in vielen Hammerfilmen läßt die wunderschöne Ausstattung auch hier wieder vergessen, daß man sich in einem B-Movie befindet; auch James Bernards mitreißende Musik und die (für 1967 sehr gut gestalteten) Spezialeffekte muß man lobend erwähnen. Was The Devil Rides Out aber vor allem funktionieren läßt, sind die hervorragenden Hauptdarsteller: Christopher Lee bekam hier einmal mehr die Chance zu beweisen, daß sich sein schauspielerisches Talent nicht im draculaescen Zähnefletschen erschöpft und verkörpert den Part de Richleaus (dies übrigens eine Wunschrolle Lees) mit charismatischer Souveränität. Ihm gegenüber steht der brillante Charles Gray in der Rolle des an Aleister Crowley angelehnten Satanspriesters Mocata, einem überaus gebildeten und kultivierten Finsterling, dessen scheinbare Liebenswürdigkeit ihn nur um so bedrohlicher wirken läßt.

Anolis/e-m-s sorgen hier abermals für eine deutsche DVD-Erstveröffentlichung, die qualitativ (Widescreen 1:1.78, Ton DD 2.0 Mono in Deutsch und DD 2.0 Stereo in Englisch) nichts zu wünschen übrig läßt. Als Bonus finden sich die Dokumentation World Of Hammer: Christopher Lee, Trailer, diverse Bildergalerien sowie als besonderer Leckerbissen ein sehr informativer Audiokommentar von Christopher Lee, Sarah Lawson und Marcus Hearn (Co-Autor des Buchs The Hammer Story).

In diesem Kommentar äußert Lee übrigens öfters den Wunsch nach einem Remake von The Devil Rides Out, da die modernen Spezialeffekte der Story ganz neue Möglichkeiten verleihen würden. Bei allem Respekt für den alten Herren hoffe ich doch, daß es dazu niemals kommen möge. Die alten Tage von Hammer lassen sich nun einmal leider nicht zurückdrehen und ich kann mir unschwer vorstelln, was für eine CGI-Effekt-verseuchte Scheußlichkeit heutzutage bei einem Remake herauskommen würde ...
 
 

©Thomas Wagner