Vampyre Planet-Zine

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The Card Player
Rom wird von einem irren Serienkiller mit ausge- prägtem Spieltrieb terrorisiert: Er entführt junge Frauen, hockt diese vor eine Webcam und fordert die Polizei zu interaktiven Pokerspielen heraus. Die Regeln sind einfach: Für jede Runde, die der Killer gewinnt, schneidet er dem Opfer ein Körperteil ab, gewinnt er das ganze Spiel, findet sich tags darauf die Leiche der betreffenden Dame. Den ermittelnden Beamten bleibt das Glück im Spiel versagt und so beschließt die Polizistin Anna Mari gemeinsam mit dem irischen Austausch- beamten John Brennan, zu einer List zu greifen: Sie ziehen den jugend- lichen Pokerprofi Remo hinzu, der sich nach anfänglichem Zögern schließlich bereit erklärt, seine Fähigkeiten in den Dienst der Polizei zu stellen.

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SWIMMING POOL

Deutschland 2001
Regie: Boris von Sychowski
Darsteller: Kristen Miller, Elena Uhlig, Thorsten Grasshoff

DVD, Universal, ca. 92 min., FSK ab 18
 

Eine internationale Schule irgendwo in Prag: Nach den frisch überstandenen Abschlußarbeiten betrinken sich lebensfrohe junge Menschen mit frischem, kühlem Heineken. Alle sehen aus, als wären sie gerade einer Folge aus Gute Zeiten, schlechte Zeiten entsprungen und klopfen tolle Sprüche wie "Ab sofort sind wir zu cool für die Schule". Wer so unglaublich cool ist, muß natürlich auch eine richtig wilde Party feiern und so beschließt eine Clique von Schülern zu diesem Zweck nachts in ein Schwimmbad einzubrechen.

Gesagt, getan. In besagter Örtlichkeit gibt es übrigens nicht nur viel Wasser, sondern auch eine gut gefüllte Bar (habe ich mir beim Anschauen des Films auch gewünscht) und natürlich wieder massenhaft frisches, kühles Heineken. Es folgen ausgelassenes Geplansche, belanglose Dialoge und ein wenig pubertärer Sex, der uns jedoch auch an den Ernst des Lebens erinnert (Sie: "Hey, hast du ein Kondom dabei?" Er: "Ja, willst du, daß ich eins hole?" Sie: "Hol die ganze Packung!"). Ach ja, irgendwann zwischendurch taucht ein schwarzkostümierter Killer mit einer albernen Totenkopfmaske a la Scream auf und beginnt mit einer Machete die nervtötenden Retortenkids zu dezimieren. Selbstverständlich sind alle Türen verschlossen und es gibt nirgendwo ein Telefon - da hilft dann auch kein Heineken mehr...


Nein, liebe Leser, es handelt sich hier nicht um eine Bierwerbung und auch nicht um ein neues Stück Massenware made in Hollywood. Swimming Pool ist eine deutsche Produktion, die 2001 in der Regie eines jungen Mannes namens Boris von Sychowski entstand, der sich mit seinem absolut durchschnittlichen und farblosen Inszenierungsstil redlich Mühe gibt, seine US-Vorbilder zu erreichen. Doch die schamlosen Anleihen bei Scream machen dieses Fiasko auch nicht besser: Swimming Pool bietet runde eineinhalb Stunden minderbemitteltes Schauspiel, seelenlose Bilder (da helfen auch die eingestreuten Postkartenansichten von Prag nicht weiter) und einen durch und durch vorhersehbaren Plot, wie er bereits in Dutzenden amerikanischer Slasher-Streifen verbraten wurde. Zwar wird hier literweise Kunstblut verschüttet, dennoch bleibt der Film steril und stubenrein, und ist trotz FSK18-Freigabe tauglich fürs abendliche TV-Programm.

Wer jetzt noch nicht abgeschreckt ist, der möge sich auf eigene Gefahr die DVD zulegen, über deren technische Qualität sich nichts negatives sagen läßt: Sauberes Bild in Widescreen-Format (1,85:1), deutscher und englischer Ton in DD 5.1 (deutsche Untertitel lassen sich einblenden) sowie ein Riesenhaufen Extras: u. a. Audiokommentar des Regisseurs, Interviews, Storyboard, diverse Filmdokumentationen, entfallene Szenen, Auzug aus dem Drehbuch, Trailer etc., etc. Tonnenweise langweilige Wichtigtuerei, ein digitalisiertes Denkmal für einen der miesesten Filme meines Rezensentendaseins.

Die dümmsten Bauern haben halt immer die dicksten Kartoffeln oder wie war das noch gleich...?
 
 

©Thomas Wagner