Vampyre Planet-Zine

Stories, Gedichte
Fanfiction
Rezensionen: 
Bücher & Comics 
Interviews
Vamporium: Essays
Cinema
Musik
Fin de Siecle 
Mondgedichte
 


 

Spurlos (The Vanishing)
Der Chemielehrer Barney (Jeff Bridges) ist ein richtig netter Kerl. Er führt ein harmonisches Familienleben, seine Frau und Tochter lieben ihn und eigentlich ist seine Welt rundum in Ordnung. Doch zuviel Glück ist ungesund, bzw. läßt manche Menschen auf merkwürdige Gedanken kommen und so beschließt Barney eines Tages, ein grausames Verbrechen zu begehen...

weiterlesen...

SLASH

Südafrika/USA 2002
Regie: Neil Sundström
Darsteller: James O'Shea, Zuleikha Robinson, Steve Railsback

DVD, Universal, ca. 90 min., FSK ab 16
 

Der junge Mac (James O`Shea) ist Leadsänger der Rockband Slash, die mehr schlecht als recht versucht, mit ihrer Musik Erfolg zu haben. Als eines Tages seine Tante stirbt, beschließt er widerstrebend nach Jahren wieder die Farm seiner Familie zu besuchen, um an der Beisetzung teilzunehmen. Natürlich begleitet ihn der Rest der Band dorthin, denn die Jungs und Mädels scheinen eh nichts besseres zu tun zu haben. Vater MacDonald (Steve Railsback) stellt sich als recht merkwürdiger Kauz heraus, der die Teenierocker mit kruden Witzen und sinistren Andeutungen verwirrt, und es dauert natürlich nicht lange, bis - buh!! - ein sensenbewehrter Bi-Ba-Butzemann die Runde macht, um den fröhlichen Bodycount einzuläuten...

Man nehme handelsüblichen Teenie-Horror a la Scream, füge noch eine Prise Hinterwäldler-Maisfeld-Horror im Stile von Children Of The Corn dazu, lasse ein paar hippe Jungmenschen zu Pseudo-Alternative-Rock lahme Witzchen von sich geben und fertig ist Slash.
 
 
 
 

 


Viel mehr gibt es eigentlich auch schon nicht zu sagen, denn Slash ist geradezu atemberaubend unoriginell: Zwar birgt die Idee, die Felder mittels einer "Blutdüngung" frisch dahingeschlachteter Opfer vor Mißernten zu bewahren noch durchaus Potential, jedoch scheint wirklich alles in diesem Film schon mal dagewesen zu sein. Die Handlung ist absolut vorhersehbar und die Charaktere so uninteressant, unsympathisch und nervend, daß man sich wirklich über jeden freut, der im Verlauf des Films über die Klinge springen muß (allerdings sind die Morde an sich so zahm in Szene gesetzt, daß der Film selbst ungeschnitten noch eine FSK16-Freigabe bekam). Über die darstellerischen Leistungen schweigen wir lieber; einzige löbliche Ausnahme ist Steve Railsback als verschrobener Farmer Jeremiah MacDonald, allerdings kann der gute Mann hier auch nichts mehr retten. Produziert wurde dieses müde Slasherfilmchen mit dem unglaublich "originellen" Titel übrigens von einem Konglomerat südafrikanischer Firmen, die wohl auch endlich ihr Stückchen vom großen Teeniehorrorkuchen abhaben wollten. Regie führte Neil Sundström, der die Welt u. a. schon mit so überflüssigen Filmen wie Howling V heimsuchte und seinem Niveau hier abermals verläßlich treu bleibt.

Die DVD präsentiert den Film in sehr guter Qualität (Bild 1.85:1 anamorph, Ton DD 5.1 in Deutsch, Englisch etc., Untertitel einblendbar); Extras gibt es keine, aber das macht nun wirklich nichts mehr aus...
 

©Thomas Wagner