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Sherlock Holmes 
(The Adventures of Sherlock Holmes)
Es ist wohl müßig, ihn näher vorzustellen: Sherlock Holmes, den in der Londoner Baker Street 221B residierenden, berühmten Meister- detektiv, der - unterstützt von seinem getreuen Freund Dr. Watson - mittels präziser Logik und scharfsinniger Kombina- tionsgabe selbst die rätselhaftesten Kriminal- fälle löst. Der Autor Sir Arthur Conan Doyle (1859-1930) ließ diesen Charakter erstmals 1887 in dem Roman "A Study in Scarlet" ermitteln, damals wohl kaum ahnend, daß er damit eine der berühmtesten Figuren der Literaturgeschichte ins Leben rief, die darüber hinaus auch bald zum Archetyp des kriminal- wissenschaftlich vorgehenden Detektivs werden sollte. 

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SHADOWS OF THE DEAD

USA 2004
Regie: Carl Lindbergh
Darsteller: Jonathan Flanigan, Beverly Hynds

DVD, e-m-s, ca. 80 min., FSK ab 16
 

Ein junges Paar - John (Jonathan Flanigan) und Jennifer (Beverly Hynds) - hat nachts mitten im Wald eine Autopanne. Nach fruchtlosen Reparaturversuchen beschließen die Beiden die Nacht im Wagen zu verbringen, doch nach einiger Zeit entdecken sie nicht weit vom Wagen einen leblosen menschlichen Körper im Wald. Wenig später ist die scheinbare Leiche verschwunden und John wird im Dunkeln von irgend etwas angegriffen und gebissen. Dies ist der Auftakt zu einem Alptraum: Obwohl die Verletzung nicht schwer erscheint, verschlechtert sich Johns Zustand zusehends und Jennifer sucht mit ihm am nächsten Tag ein Krankenhaus auf.

Dort stellt man schockiert fest, daß sein Herz nicht mehr schlägt. In Panik flieht John aus dem Krankenhaus und versteckt sich mit seiner Freundin in einem abgelegenen Ferienhaus. Dort nimmt das Drama seinen Lauf: John Körper beginnt allmählich zu verwesen. Er verwandelt sich immer mehr in einen lebenden Leichnam und beginnt sein entstelltes Gesicht hinter Verbänden zu verbergen, damit Jennifer seine Gegenwart noch ertragen kann. Schließlich beginnt er einen Heißhunger auf Menschenfleisch zu verspüren...


Wie mag sich ein Zombie fühlen, falls er fühlen könnte? Carl Lindberghs Regiedebüt Shadows Of The Dead geht dieser Frage nach und herausgekommen ist dabei ein interessantes kleines Horrordrama, das die Untotenthematik mal von einer ganz anderen Seite beleuchtet.John und (die im Verlauf des Films ebenfalls infiziert werdende) Jennifer sind alles andere als die geist- und gefühllosen Fressmaschinen, die das moderne Horrorkino seit George Romeros Zombie-Trilogie gemeinhin präsentiert. Sie nehmen sämtliche Veränderungen an ihrem Körper bewußt war, leiden darunter, verzweifeln daran und die Geschichte ihrer fortschreitenden Verfallsmetamorphose und der damit einher gehenden Entfremdung voneinander wirkt stellenweise fast wie eine Metapher auf Aids. Während Jennifer recht bald einsieht, daß sie unfähig ist, als Zombie zu existieren und die einzige mögliche Konsequenz daraus zieht, arrangiert sich John schließlich mit diesem Dasein und gibt seinen kannibalistischen Trieben nach. Dennoch ist er alles andere, als ein "Monster" und man fühlt bis zum unausweichlichen Unhappy End mit ihm.

Shadows Of The Dead ist eine wirklich sehenswerte Low Budget-Ausnahme- produktion mit einer ungewöhnlichen Story, guten Dialogen und überzeugenden Hauptdarstellern. Schade nur, daß dieser Film überwiegend die falsche Zielgruppe ansprechen wird, denn Splatterpuristen warten hier vergeblich auf Gore-Exzesse und werden sich wahrscheinlich langweilen. Wer jedoch Lust auf einen wirklich anderen Horrorfilm hat, sollte sich Shadows Of The Dead nicht entgehen lassen.

Die Bild- (Widescreen 1.78:1) und Tonqualität (DD 5.0 und 2.0, Deutsch und Englisch) der DVD sind gut, der Bonusteil umfaßt bei der vorliegenden Verleih-DVD jedoch nur den Originaltrailer.
 

©Thomas Wagner