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Road Kill
Der Filmstudent Alex, der am liebsten mißglückte Jackie Chan-Hommagen fabriziert, hat einige Probleme: Um seinen College-Abschluß zu bekommen, soll er endlich ein ambitioniertes Filmprojekt vorlegen. Zugleich droht der Kredit- hai Mr. Z mit drastischen Maßnahmen, wenn er ihm nicht innerhalb kurzer Zeit das geliehene Geld samt Zinsen zurückzahlt. Als Alex schließlich erfährt, daß seine neue Nachbarin Blue als Auftragskiller arbeitet, hat er die retten- de Idee: Er will einen Dokumentarfilm über ihren Arbeitsalltag drehen und sie zu diesem Zweck zu ihrem nächsten Auftrag nach Miami begeleiten.

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REMBRANDT 7 ANTWORTET NICHT

Deutschland/Italien/Spanien 1966
Regie: Giancarlo Romitellis
Darsteller: Lang Jeffries, Joachim Hansen, Mitsouko, Christiane Maybach

DVD, e-m-s, ca. 85 min., FSK ab 16
 

Der Wissenschaftler Professor Liebrich entwickelt in Südamerika eine sensationelle neue Waffe, mit der es möglich ist, die Sonnenernergie zu speichern und gezielt zur Destruktion von Leben und Materie einzusetzen. Kein Wunder also, daß dieser "Todesstrahl" den Appetit der Großmächte weckt, die ihn nur all zu gern in ihre Massenvernichtungswaffenarsenale aufnehmen würden. 

So läßt die CIA schon seit einiger Zeit den Professor überwachen, was eine Bande fieser Finsterlinge unter der Führung von Liebrichs abtrünnigem Assistenten Kosky jedoch nicht davon abhält, den Erfinder samt Erfindung zu kidnappen. Dahinter steckt ein chinesischer Spionagering, der die Wunderwaffe gern ins Reich der Mitte schaffen möchte, doch daraus wird vorerst nichts: Kosky dreht seinen Auftraggebern eine unvollständige Formel an und plant offensichtlich, das große Geschäft mit einer anderen östlichen Supermacht abzuwickeln. Höchste Zeit also, daß die CIA ihren Topagenten Mark Donen (Lang Jeffries) alias Agent R7 auf die erwähnten Kidnapper und Spione ansetzt. Der verbündet sich zum Schein erstmal mit der chinesischen Spionin Seyna (Mitsouko) und schließlich führt die Spur nach Tanger, wo es zu einem harten Kampf zwischen CIA-Agenten, Chinesen und Koskys Bande kommt... 

"Rembrandt 7 antwortet nicht" ist innerhalb der e-m-s-Reihe "Filmpalast" erschienen, die sich liebevoll aufgemacht den deutschen Kinoklassikern der 50er und 60er Jahre widmet. Der Film wurde 1966 als deutsch-italienisch- spanische Coproduktion gedreht und ist ein typischer Vertreter der damaligen Agentenfilmwelle, die im Fahrwasser der überaus erfolgreichen britischen James Bond-Produktionen entstand. Den Part des smarten Superagenten Donen spielt der Kanadier Lang Jeffries, der zuvor in Italien schon in diversen Sandalenfilmen mitgewirkt hatte und für die Regie zeichnete Giancarlo Romitelli verantwortlich, dessen Karriere nach nur fünf Filmen schon Mitte der 70er Jahre wieder ein Ende fand. 


Nun ist Lang Jeffries nicht Sean Connery, das hier verbratene Budget dürfte auch recht bescheiden gewesen sein und Giancarlo Romitellis Regie strotzt nicht gerade vor künstlerischem Esprit - wer also unbedingt hollywoodkompatibles Hochglanzkino sehen will, kann jetzt getrost mit dem Lesen aufhören. Betrachtet man "Rembrandt 7" jedoch unter B-Movie-/ Trashgesichtspunkten, birgt der Film durchaus ein nettes Entertainment- potential: Die Charaktere besitzen den heiter flachen Tiefgang von Comicstripfiguren, die Dialoge bestehen aus geradlinigen Einzeilern, die Chinesen sehen (bis auf die eurasische Schauspielerin Mistouko) kein bißchen chinesisch aus, die spärlichen Spezialeffekte (Stichwort Todesstrahl) sind rührend billig und die Agenten bedienen sich höchst geschickt getarnter Funkgeräte (so finden sich drahtlose Kommunikationsmittel z. B. in einem Feldstecher, in einem Zigarettenetui und - mein persönlicher Favorit - in einem arabischen Fladenbrot). Drumherum gibt es dann diverse Verfolgungsjagden, Schießereien und Explosionen und irgendwo noch eine Story, deren Faden man jedoch recht schnell verliert, was aber auch nicht weiter stört. Wer also ein Herz für Sixties-Eurotrash hat, wird hier alles in allem doch recht gut unterhalten. 

Zur DVD-Umsetzung: 
Die Bild- (Widescreen 16:9) und Tonqualität (DD 2.0 Mono) sind für das Alter des Films recht ordentlich ausgefallen. Allerdings wird der Film hier leider nicht im ganz korrekten Bildformat präsentiert, d. h. an den Seiten links und rechts fehlt jeweils ein Stück vom Bild, was besonders beim Vorspann deutlich wird. Als Extras gibt es drei nostalgische Werbespots und die "Filmpalast"-Musik-Box (hier kann man zwischen diversen musikalischen Einlagen aus verschiedenen "Filmpalast"-Titeln wählen). Ferner liegen auch noch ein 12seitiges Booklet mit Infos zum Film, Darsteller-Bios etc. sowie ein Reprint des damaligen Original-Filmprogramms ("Illustrierte Film-Bühne" Nr. 7340) bei. 

Abschließend noch eine Anmerkung zur Laufzeit des Films: Ursprüngliche betrug diese wohl runde 120 Minuten, für den internationalen Vetrieb wurde "Rembrandt 7" jedoch verschieden zurechtgeschnitten und während z. B. die italienische Version noch 100 Minuten läuft, wurde die deutsche Fassung auf 85 Minuten gekürzt, wodurch die Handlung oftmals sehr gerafft erscheint. Dies erklärt auch diverse Logiklöcher in der Handlung - aber wie schon oben erwähnt, schmälern diese keinesfalls den Unterhaltungswert... 
 

©Thomas Wagner