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Rembrandt 7 antwortet nicht
 Der Wissenschaftler Professor Liebrich ent- wickelt in Südamerika eine sensationelle neue Waffe, mit der es möglich ist, die Sonnenernergie zu speichern und gezielt zur Destruktion von Leben und Materie einzusetzen. Kein Wunder also, daß dieser "Todesstrahl" den Appetit der Großmächte weckt, die ihn nur all zu gern in ihre Massenvernichtungswaffen- arsenale aufnehmen würden. So läßt die CIA schon seit einiger Zeit den Professor überwachen, was eine Bande fieser Finster- linge unter der Führung von Liebrichs abtrünnigem Assistenten Kosky jedoch nicht davon abhält, den Erfinder samt Erfindung zu kidnappen.

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RATTEN - SIE SIND ÜBERALL!
(THE RATS)

USA 2002
Regie: John Lafia
Darsteller: Mädchen Amick, Vincent Spano, Shawn Michael HowardDVD, e-m-s, ca. 84 min., FSK ab 16
 

Im New Yorker Nobelkaufhaus Garsons wird eine Kundin von einer Ratte gebissen und kurz darauf mit einer lebensbedrohlichen Infektion ins Krankenhaus eingeliefert. Die Sicherheitsbeauftragte Susan Costello (Mädchen Amick) engagiert daraufhin Jack Carver (Vincent Spano), einen erfahrenen Kammerjäger und Profi in Sachen Rattenbekämpfung. Carver entdeckt, daß sich in einem stillgelegten Teil des Gebäudes bereits eine beachtliche Population der unerwünschten Nager eingenistet hat, die offensichtlich durch ein angrenzendes Netz alter Abwasserschächte und U-Bahntunnel eingedrungen sind. 

In der Folge kommt es in der ganzen Stadt immer häufiger zu Zwischenfällen mit ungewöhnlich aggressiven Ratten. Susan Costello und Jack Carver stoßen bei ihren Nachforschungen schließlich auf ein verlassenes Forschungslabor und es stellt sich heraus, daß es sich bei den Plagegeistern keinesfalls um gewöhnliche Ratten handelt, sondern um die mutierten Nachfahren dort gezüchteter Versuchstiere...

Das Intro der 2002 entstandenen TV-Produktion Ratten - sie sind überall! wirkt recht vielversprechend: Ein paar Ratten knabbern an Stromkabeln herum und prompt gehen auf der Freiheitsstatue die Lichter aus. Die im Anschluß erzählte Story kann zwar in puncto subversiver Originalität nicht mit diesem Auftakt mithalten, wartet aber immerhin mit einigen netten Ideen auf. So ist der riesige Kaufhauskomplex, der abseits des öffentlich zugänglichen Teils ein fast vergessenes Labyrinth zugemauerter Räume und Kelleretagen in sich birgt, ein durchaus beeindruckender Schauplatz, gleiches gilt für die unterirdische Landschaft der Abwasserkanäle und U-Bahntunnel; und auch die Idee, daß mutierte Versuchsratten zu einer öffentlichen Bedrohung werden können, birgt einiges an Potential.


Richtig genutzt bzw. ausgebaut werden diese Elemente in der Handlung allerdings nicht, statt dessen gibt es halt das übliche Geplänkel zwischen den - leider sehr stereotyp angelegten - Hauptfiguren (zumindest die Twin Peaks-erprobte Mädchen Amick erscheint von diesem Drehbuch gelinde unterfordert) sowie die obligatorischen Special Effects von der Festplatte. Und mit computergenerierten Nagern wird hier nicht gekleckert, sondern geradezu inflationär geklotzt, vor allem im Finale, in dem wahrhaftige Rattenfontänen serviert werden. Daß dies durchaus für unfreiwillige Komik sorgt, dürfte wohl nicht unbedingt die Intention der Macher gewesen sein, wirkt aber auch nicht weiter störend - zumindest wenn man (wie der Rezensent) ein Herz für Trash hat. 

Doch auch der Dialog hält einige Attacken auf das Zwerchfell bereit: So beschreibt der Rattenterminator Carver das von ihm verwendete Gift trocken mit den Worten "keine Sorge, es schädigt nur ihr Nervensystem, nicht unseres" und man fragt sich währenddessen, wieviel von dem Zeugs der gute Mann wohl selbst schon intus hat. Mein persönlicher Lieblingssatz stammt jedoch von einem herrlich over the top agierenden U-Bahnfahrgast, der - unmittelbar, nachdem die Rättchen einen kompletten Zug lahmgelegt haben - die Situation mit den Worten "es ist, als würde man in einem russischen Bordell festsitzen" zusammenfaßt (in der amerikanischen Originalfassung ist hier übrigens - auch sehr blumig - von einem Tijuana Whorehouse die Rede). Zeilen wie diese bleiben einfach unvergänglich...

Um sich bei Ratten - sie sind überall! sonderlich zu gruseln, muß man wohl schon eine ausgeprägte Rattenphobie haben. Wenn man die Erwartungen allerdings nicht zu hoch steckt, bietet der Film - trotz der erwähnten Abstriche - passable Feierabendunterhaltung, wie sie bei neueren Fernsehproduktionen durchaus nicht selbstverständlich ist. Und irgendwie fühlte ich mich die ganze Zeit lang auch an die 2001 entstandene Pro7-Produktion Ratten - sie werden dich kriegen! erinnert - haben da die Amis ausnahmsweise mal von den Deutschen abgeguckt?

Die DVD präsentiert den Film in sehr guter Qualität (Bild: Widescreen 1.78:1 anamorph, Ton: DD 5.1 und DD 2.0 in Deutsch und D 2.0 Englisch); die Extras umfassen Trailer sowie die Bio- und Filmographien Mädchen Amicks und Vincent Spanos.
 

©Thomas Wagner