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Ratten - Sie sind überall!
Im New Yorker Nobelkauf- haus Garsons wird eine Kundin von einer Ratte gebissen und kurz darauf mit einer lebensbedroh- lichen Infektion ins Krankenhaus eingeliefert. Die Sicherheitsbeauftragte Susan Costello (Mädchen Amick) engagiert darauf- hin Jack Carver (Vincent Spano), einen erfahrenen Kammerjäger und Profi in Sachen Rattenbekäm- pfung. Carver entdeckt, daß sich in einem stillgelegten Teil des Gebäudes bereits eine beachtliche Population der unerwünschten Nager eingenistet hat, die offensichtlich durch ein angrenzendes Netz alter Abwasserschächte und U-Bahntunnel einge- drungen sind. 

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RASPUTIN DER WAHNSINNIGE MÖNCH
(RASPUTIN THE MAD MONK)
GB 1967
Regie: Don Sharp
Darsteller: Christopher Lee, Barbara Shelley, Francis Matthews, Richard Pasco
DVD, Anolis/e-m-s, ca. 88 min., FSK ab 1

Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Der Mönch Grigori Rasputin (Christopher Lee) verfügt über geheimnisvolle Heil- und Hypnosekräfte und ist in der Lage, Menschen nur durch Handauflegen zu heilen. Allerdings ist Rasputin dem Wodka und den Frauen weitaus mehr zugetan, als dem mönchischen Alltag und so wird er schließlich aus seinem Kloster verbannt. 

Er zieht nach St. Petersburg und begegnet dort Sofia (Barbara Shelley), einer Zofe der Zarin. Recht bald steht Sofia völlig in seinem hypnotischen Bann und wird gezwungen, den kleinen Sohn der Zarin in einem inszenierten Unfall verunglücken zu lassen. Das Kind schwebt in Lebensgefahr und erst Rasputin ist in der Lage, es zu heilen. Aus Dankbarkeit nimmt die Zarin den vermeintlichen "Heiligen" am Hofe auf, schenkt ihm ein großes Haus und fortan gewinnt Rasputin immer mehr gefährlichen Einfluß auf die zaristische Politik...

Die 1965 - zeitgleich und am gleichen Set mit Dracula, Prince Of Darkness - entstandene Hammerproduktion Rasputin The Mad Monk fällt im Oeuvre des House Of Horror schon ein wenig aus dem Rahmen: Das übernatürliche Element - wenngleich in Form von Rasputins Heil- und Hypnosekräften vorhanden - dominiert hier nicht, statt dessen läßt sich der Film vielmehr als (ziemlich rasant inszeniertes) Historiendrama vor einem realen Hintergrund bezeichnen. Grigori Jefimowitsch Rasputin, ein mittelloser Bauenrnmönch, gelangte Anfang des 20. Jahrhunderts tatsächlich zu beträchtlichem Einfluß am Zarenhof, da angeblich nur er den Kronprinzen von seiner Bluterkrankheit heilen konnte. Seine Heilkräfte wurden ebenso legendär, wie seine Ausschweifungen und im Jahre 1916 fiel er schließlich einer Verschwörung konservativer Adeliger zum Opfer.


Der Anführer der Attentäter, Prinz Jussupow, lebte zu der Entstehungzeit des Films noch und war berüchtigt dafür, in der Vergangenheit schon gegen diverse Rasputin-Verfilmungen gerichtlich vorgegangen zu sein, um seinen "noblen" Namen reinzuhalten (und nebenbei die Filmproduzenten auf beträchtliche Dollarsummen zu verklagen). Da man bei Hammer Productions wenig Lust verspürte,von seiner Hoheit vor Gericht gezerrt zu werden, ging man beim Drehbuch zu Rasputin The Mad Monk etliche Kompromisse ein, so wurden die Attentäter umbenannt und auch ansonsten gibt es diverse historische Ungenauigkeiten, von zeitlichen Abweichungen einmal ganz zu schweigen.

Doch man sollte Rasputin auch keinesfalls als "realistische" Biographie betrachten, sondern den Film einfach als das werten, was er ist: Ein mit hervorragenden Schauspielern besetztes Stück Kino, bei dessen Inszenierung und Ausstattung sich wieder einmal der vertraute hohe Hammer-Standard zeigt. Ohne Zweifel gehört der Film auch zu den interessantesten Stationen in Christopher Lees Karriere. Lee vertiefte sich mit großem Enthusiasmus in die historische Figur des Grigori Rasputin und absolvierte in dieser Rolle einen seiner eindrucksvollsten und charismatischsten Auftritte; noch heute gehört dieser Part zu den persönlichen Lieblingsrollen des Horror-Altmeisters.

Anolis/e-m-s präsentieren diesen Klassiker als deutsche Erstveröffentlichung in exzellenter Bild- und Tonqualität (Widescreen 1:2,35, Ton DD 2.0 Mono in Deutsch und Englisch). Die ziemlich lustlos geratene deutsche Synchronfassung (irgendwann in den 90ern für eine geplante TV-Ausstrahlung angefertigt) wird der Atmosphäre des Films jedoch überhaupt nicht gerecht und wartet zu allem Überfluß auch noch mit Abweichungen bei der Filmmusik auf - ich rate hier wirklich dringend zur englischen Originalfassung, allein schon wegen Christopher Lees Stimme... Der Bonusteil der DVD umfaßt Trailer, Bildergalerien, ein Interview mit Francis Matthews sowie den interessanten und sehr heiteren Audiokommentar von Christopher Lee, Barbara Shelley, Francis Matthews und Suzan Farmer.
 

©Thomas Wagner