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R-Point
R-Point Vietnam 1972: Während eines Einsatzes im "R-Point" - einer strategisch wichtigen Region auf einer Insel südlich von Saigon - verschwinden spurlos neun Soldaten der südkoreanischen Armee. Nach sechs Monaten empfängt man im korea- nischen Basislager über Funk plötzlich einen Hilferuf der längst Totgeglaubten und unter der Leitung von Leutnant Choi wird ein Rettungs- trupp losgeschickt, um nach den Überlebenden zu suchen. 

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PUMPKINHEAD

USA 1988
Regie: Stan Winston
Darsteller: Lance Henriksen, Jeff East, Florence Schauffler

DVD, e-m-s, ca. 83 min., FSK ab 18
 
 

Der Farmer Ed Harley (Lance Henriksen) lebt nach dem Tod seiner Frau allein mit seinem kleinen Sohn Billy. Um seine kärglichen Einkünfte ein wenig aufzubessern, betreibt er am Rand der Landstraße einen Gemischtwarenladen. Als dort eines Tages eine Gruppe von sechs Teenagern stoppt, um sich mit ihren Motocrossmaschinen zu vergnügen, kommt es zu einer Tragödie: Während Harley seinen Sohn kurz allein läßt, um einen Farmer zu beliefern, wird das Kind durch die Achtlosigkeit eines der Jugendlichen angefahren und schwer verletzt. Der Schuldige denkt - anhand seines Vorstrafenregisters - in erster Linie daran, sich aus dem Staub zu machen und als Harley schließlich zurückkehrt, ist es für jegliche Hilfe zu spät und Billy stirbt in seinen Armen. 

Völlig verzweifelt sucht er die alte Haggis (Florence Schauffler) auf, die in einer abgelegenen Hütte lebt und im Umkreis als Hexe verschrien ist. Von ihr erhofft er sich Hilfe und erhält diese auch - allerdings anders, als erwartet: Mit dem Blut Harleys und seines toten Kindes erweckt die Alte in einem schwarzma- gischen Ritual den Pumpkinhead, einen monströsen Rachedämon, zum Leben und dieser macht sich auf den Weg, um die Kids gemäß dem alttestamentarischen Grundsatz "Auge um Auge, Zahn um Zahn" zu bestrafen. Schnell realisiert Harley, was er da ins Leben gerufen hat, doch das Monster scheint unaufhaltbar. Die Kreatur ist - erweckt durch sein Blut und seinen Rachedurst - ein Teil von ihm. Und jedesmal wenn der Pumpkinhead tötet, sieht Harley das Geschehen durch dessen Augen...

Pumpkinhead entstand 1988 als Regiedebüt von Stan Winston, der sich vor allem als Special Effects-Schöpfer in Filmen wie Aliens, Predator sowie der Terminator-Trilogie einen Namen gemacht hat. 


Sehr stimmungsvoll inszeniert bietet sich hier ein B-Picture auf handwerklich hohem Niveau: Während im Tageslicht die schmuddelige Tristesse eines nicht im mindesten romantisierten Landlebens in der US-Provinz dominiert, kontrastieren dazu die Nachtszenen mit einer sehr schönen, einfallsreichen Ausleuchtung. Die von Winston kreierten Special Effects sind gute alte Handarbeit und noch völlig frei von jeglichem CGI-Schnickschnack. Das Monster an sich erinnert in seiner Statur schon ein wenig ans geliebte Alien-Biest; unvorteilhafte Close Ups halten sich angenehm in Grenzen und über weite Strecken wird die Kreatur nur als Schemen oder Umriß gezeigt, was der unheimlichen Atmosphäre nur gut tut. Doch gerade auch inhaltlich vermag Pumpkinhead zu überzeugen: Bevor das Geschehen in actionlastige Bahnen schwenkt und eine tödliche Jagd durch den nächtlichen Wald beginnt, nimmt man sich in der ersten Hälfte des Films Zeit, um die Geschichte sorgfältig aufzubauen und deren Hauptfigur Ed Harley vorzustellen - einen höchst ambivalenten Oper-/Täter- Charakter, der vom Genreveteran Lance Henriksen mit wohltuendem Understatement und viel Einfühlungsvermögen verkörpert wird und an dessen Schicksal der Zuschauer wirklich Anteil nimmt. Als Defizit lassen sich zwar die recht klischeehaft agierenden, nervigen Motocross-Kids erwähnen, allerdings fallen die gegen die positiven Seiten des Films kaum ins Gewicht und man kann sich immerhin auf ihr gewaltsames Ableben freuen. Fazit: Pumpkinhead ist gut gemachtes, gut gespieltes Horrorkino - empfehlenswert auch für Leute, die (wie der Rezensent) ihre Probleme mit dem gängigen US-Teenie-Gruselquark haben...

Die DVD präsentiert den Film ungeschnitten in guter Bildqualität (1.85:1 anamorph) und bilingualer Tonfassung (DD 2.0 in Deutsch und Englisch); der Bonusteil enthält Trailer, Originalvorspann sowie Lance Henriksens Bio- und Filmographie. Noch eine Anmerkung zum Sound: Während die englische Originalversion keinen Grund zur Klage gibt, klingen in der Synchronfassung die Dialoge ein wenig verzerrt; allerdings liegt dies noch unter der Schmerzgrenze und läßt sich bei der ansonsten qualitativ guten DVD durchaus tolerieren.
 

©Thomas Wagner