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Lost Things
Die vier Teenager Gary, Brad, Emily und Tracey fahren gemeinsam zu einem abgelegenen Strand, um dort das Wochenende zu verbrin- gen. Eigentlich erscheint dort alles recht harmlos: Man badet, liegt faul in der Sonne, und Gary und Brad versuchen mit mäßigem Erfolg ihr Glück bei den beiden Mädchen. Doch als sie auf den verschrobenen Einsiedler Zippo stoßen, ändert sich die Stimmung: Etwas Bedrohliches geht von ihm aus und bald scheint mit dem Strand, ja mit der ganzen Situation irgend etwas auf eine nicht greifbare Art nicht mehr zu stimmen. Schließlich eskalieren die Dinge und aus dem Wochenendtrip wird ein nicht enden wollender Alptraum...

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LONG TIME DEAD

Großbritannien 2002
Regie: Marcus Adams
Darsteller: Joe Absolom, Lara Belmont, Melanie Gutteridge

DVD, Universal, ca. 94 min., FSK ab 16
 
 

Eine Nacht im modernen London: Nach einer Party und dem damit verbundenen reichlichen Konsum von Alkohol und anderen lustigen Dingen, ist eine Clique von sieben Studenten auf der Suche nach dem ultimativen Kick. Da aber selbst Tätigkeiten wie Sex an ungewöhnlichen Örtlichkeiten oder Koksen auf Eisenbahngleisen irgendwann einmal langweilig werden, beschließt man, in einem abbruchreifen Fabrikgebäude eine Seance abzuhalten. 

Doch das Ergebnis sorgt für schlagartige, allgemeine Ernüchterung, denn tatsächlich meldet sich eine überirdische Macht und übermittelt den Freizeitgeisterbeschwörern die sinistre Botschaft "All Die". Noch in der selben Nacht kommt ein Mädchen aus der Clique unter rätselhaften Umständen ums Leben und natürlich bleibt es nicht bei diesem einen Opfer. Es stellt sich heraus, daß bei der Seance ein dämonisches Wesen heraufbeschworen wurde, daß von einem Mitglied der Gruppe Besitz ergriffen hat und nun in dessen Gestalt tötet …
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 


Ein weiteres witz- und lieblos gefertigtes Stück Teenie-Horror vom Fließband? Mitnichten, liebe Leser. Auch wenn die Story – das bewährte Zehn kleine Negerlein-Slasher-Prinzip gemixt mit okkulten Elementen – grundsätzlich nichts Neues bietet, unterscheidet sich die britische Produktion Long Time Dead in vielen Dingen wohltuend vom sattsam bekannten, stereotypen Videothekenfutter. Das beginnt schon mit der Besetzung, denn die hier agierenden Charaktere werden von Darstellern mit tatsächlich voneinander unterscheidbaren Physiognomien verkörpert – richtigen Menschen, die nicht in US-Klonlabors gezüchtet wurden und die noch dazu auch noch in der Lage sind, ihre Figuren überzeugend und überaus lebendig darzustellen. Filmtechnisch überrascht Long Time Dead mit einem hohen Maß an Einfallsreichtum: Regisseur Chris Adams verzichtet auf ein Übermaß an Special Effects (allerdings sind die vorhandenen sehr gelungen) und setzt vielmehr auf eine raffinierte, suggestive Kameraführung und rasante Schnitte, die stellenweise fast an Musikvideos erinnern. Im Zusammenspiel mit dem sehr guten Sondtrack wird hier effektiv und mitreißend eine anhaltende Spannung erschaffen; solider, temporeicher Nervenkitzel auf hohem professionellen Niveau.

Die DVD präsentiert diesen Film als technisch gelungenes Heimkinovergnügen in bester Bild- und Tonqualität (Widescreen 1.85:1, DD 5.1 deutsch und englisch) und mit ein paar netten Extras (2 Kurzfeatures, Hinter den Kulissen, diverse Trailer).
 
 

©Thomas Wagner