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H.P. Lovecraft's Dagon (Dagon - La Secta del Mar)
Was kommt dabei heraus, wenn ein Lovecraft-besessener US-Regisseur frustriert God’s Own Country den Rücken kehrt, um stattdessen in Spanien seinem Handwerk nachzugehent? Fragen Sie Stuart Gordon, oder noch besser, öffnen Sie eine Flasche alten Rioja, lehnen Sie sich zurück und tauchen Sie ein in H. P. Lovecraft's Dagon...

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HITCHER RETURNS
(THE HITCHER II: I'VE BEEN WAITING)
USA 2003
Regie: Louis Mourneau
Darsteller: Kari Wuhrer, Jake Busey, C. Thomas Howell
VHS (auch als DVD erhältlich), Universal, ca. 89 min., FSK ab 16
 

Jim Halsey (C. Thomas Howell), der vor einem runden Jahrzehnt nur knapp dem psychopathischen Highwaykiller John Ryder entkommen konnte, ist inzwischen Polizist geworden, wird jedoch vom Dienst suspendiert, nachdem er vorschnell einen Verdächtigen erschossen hat. Gemeinsam mit seiner Freundin Maggie (Kari Wuhrer) macht er sich auf den Weg nach Texas, um dort Captain Esteridge zu besuchen, der ihn damals vor Ryder rettete. Auf dem gleichen Highway, auf dem vor 10 Jahren das Unheil seinen Anfang nahm, geschieht es schließlich: Ein unheimlicher Anhalter namens Jack (Jake Busey) taucht am Straßenrand auf und entpuppt sich recht schnell als eine Art Wiedergeburt des totgeglaubten Killers...

Robert Harmons 1986 entstandener Film The Hitcher gilt heute als eine Art kleiner B-Movie-Klassiker, was nicht zuletzt Rutger Hauers wirklich ungemütlicher Darstellung des Psychopathen John Ryder zu verdanken war. Daß man sich schließlich 17 Jahre später dazu entschloß, eine Fortsetzung zu fabrizieren, ergibt zum einen wenig Sinn (zumal der Erstling in sich völlig abgeschlossen war und mit Ryders Tod endete) und wirft zum anderen die Frage auf, ob nun auch die Figur des Hitchers den nimmer endenden Sequel-Weg aller Freddies, Jasons etc. gehen muß. 


Hitcher Returns ist zwar handwerklich recht solide gemacht, erfüllte aber in puncto Story und Spannung durchaus meine skeptischen Erwartungen: Im Prinzip wird hier nichts anderes getan, als die Geschichte von The Hitcher ein zweites Mal zu erzählen, allerdings bei weitem nicht auf dem qualitativen Level des Vorgängers. Die Story an sich ergibt so gut wie keinen Sinn: Wer ist dieser ominöse Jack und wieso hat er es gerade auf Jim und Maggie abgesehen? Ist er einfach ein Plagiator, der unbedingt John Ryders Verbrechen kopieren will, oder ist er tatsächlich vom Geist des Mörders besessen? 

Diese Fragen bleiben unbeantwortet, was hier aber wohl kaum als absichtliches Stilmittel zur Erschaffung nicht greifbaren Grauens, sondern einfach nur ganz banal als Drehbuchschwäche gewertet werden kann. Auch die Besetzung ist nicht gerade das Gelbe vom Ei: Jake Busey ist nun einmal kein zweiter Rutger Hauer und seine Darstellung des Killers beschränkt sich weitgehend auf ein debiles Grinsen, das vielleicht irgendwie bedrohlich wirken soll, auf Dauer aber ziemlich ermüdet. Auch C. Thomas Howell, der bereits in in The Hitcher den Part des Jim Halsey spielte, ist nach all den Jahren immer noch kein Schauspieler geworden, verabschiedet sich jedoch recht bald aus dem Geschehen und überläßt Kari Wuhrer das Feld, die als entnervtes und letztendlich brachial zurückschlagendes Opfer doch noch eine ganz gute Figur macht. Es gibt zwar durchaus schlimmere Dinge als Hitcher Returns, der durchaus noch als leichte Untermalung zum Kartoffelchipskonsum taugt, besser geht es aber mit Sicherheit auch ...
 
 

©Thomas Wagner