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Exorzist: Der Anfang
Durch die Greuel, die er im 2. Weltkrieg miter- leben muß, verliert Pater Lankester Merrin (Stellan Skarsgård) seinen Glauben an Gott. Er legt das Priesteramt nieder, verläßt seine Heimat Holland und geht nun seinem ursprünglichen Beruf als Archäologe nach. 1949 wird er gebeten, eine Ausgrabungsstätte in der britischen Kolonie Kenia zu begutachten. Dort wurde in der abgele- genen Turkana-Region eine versunkene christliche Kirche aus der byzantinischen Epoche entdeckt; ein ungewöhn- licher Fund, denn vor runden 1500 Jahren war das Christentum noch lange nicht so weit in den Süden Afrikas vorgedrungen.

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ENTITY

USA 1982
Regie: Sidney Furie
Darsteller: Barbara Hershey, Ron Silver, David Labiosa

DVD, Twentieth Century Fox, ca. 120 min., FSK ab 16
 

Carla (Barbara Hershey) lebt allein mit ihren zwei kleinen Töchtern und ihrem heranwachsenden Sohn, und hat seit einiger Zeit eine Beziehung mit dem Handelsvertreter Jerry (Alex Rocco), der jedoch ständig auf Reisen ist. Abgesehen von den üblichen Alltagssorgen und Geldnöten führt sie eigentlich ein recht normales Leben, bis ein schreckliches Erlebnis ihre Existenz von Grund auf ändert: Eines Abends wird sie in ihrem Haus von einem unsichtbaren Wesen attackiert und vergewaltigt. Natürlich glaubt ihr niemand ihre Schilderungen, doch von Stund an wird sie von der geisterhaften Wesenheit terrorisiert, deren Macht sich nicht nur auf Carlas Haus beschränkt. 

An ihrem eigenen Geisteszustand zweifelnd sucht sie schließlich den Psychiater Dr. Sneiderman (Ron Silver) auf, der mittels Tranquilizern und klassischer Psychoanalyse versucht, sie zu heilen. In den Gesprächen stellt sich heraus, daß Carla als Kind von ihrem Vater, einem Prediger, sexuell mißbraucht wurde, was für den Psychiater natürlich ein einwandfreies Indiz für den Ursprung der scheinbaren "Wahnvorstellungen" Carlas ist. Doch Therapiesitzungen und Pillen bleiben wirkungslos, denn der unsichtbare Feind ist höchst real und bei einer erneuten Attacke wird auch ihr Sohn verletzt. Sneiderman, der nach wie vor an eine geistige Störung glaubt, will seine Patientin nun in eine Klinik einweisen lassen, doch sie weigert sich und beschließt nun, sich gegen das Wesen zur Wehr zu setzen. Sie gerät an eine Gruppe von Parapsychologen, denen es gelingt, das Wesen vorübergehend zu schwächen und in Gestalt von Lichtreflexen und elektrischen Entladungen sichtbar werden lassen. Doch der Erfolg ist nicht von Dauer...


Regisseur Sidney J. Furie drehte Entity 1982, dem gleichen Jahr, in dem auch Poltergeist entstand. Doch anders als bei diesem millionenschweren Box Office-Hit, sind es bei Entity weniger aufwendige Special Effects, als vielmehr eine überaus ungemütliche, beklemmende Atmosphäre und überzeugende Darsteller (vor allem Barbara Hershey), die einem im Gedächtnis bleiben. Natürlich gibt es auch hier berstende Scheiben und fliegende Möbel, aber diese Effekte sind nur Bestandteil einer sehr gut erzählten Story, die wirklich nichts für schwache Nerven ist. Mit psychologischem Tiefgang und Stilmitteln des klassichen Spukhaus-Films a la The Haunting wird der widerwärtige Terror, dem Carla ausgesetzt ist, Schritt für Schritt weiter auf die Spitze getrieben. Alle scheinbaren Lösungswege führen letztendlich ins Nichts: Hier wurde kein Haus auf einem Friedhof erbaut, kein alter Familienfluch aktiviert und es ist auch nicht der Geist eines Verstorbenen, der sich für irgendetwas rächen will. So wie es für Carla am Ende kein wirkliches Entrinnen gibt, gibt es für den Zuschauer keine Auflösung, keine Erklärung des Übernatürlichen – nur die Bedrohung durch ein durch und durch böses, gestaltloses Etwas... Entity entstand übrigens nach dem gleichnamigen Roman von Frank De Felitta, der angeblich auf einem wahren Fall basiert.
 

Die vorliegende DVD präsentiert den Film in Widescreen (2.35:1), Farben und Kontraste werden sehr gut dargestellt. Beim Ton stehen eine deutsche Version (DD 2.0) und die englische Originalversion (DD 4.1 – bedeutend besser!) zur Auswahl; deutsche Untertitel sind einblendbar. Einziger Kritikpunkt wäre, daß außer dem Originaltrailer keinerlei Extras geboten werden. Etwas mager für einen Film wie diesen...
 

©Thomas Wagner