| ELYSIUM
(Special Edition)
Korea
2003
Regie:
Kwon Jae-woong
DVD,
I-On Media/Splendid, ca. 85 min, FSK ab 12
Irgendwann
in der Zukunft: Es ist endlich zu einer Kontaktaufnahme zwischen der Erde
und einer außerirdischen Zivilisation, den humanoiden Bewohnern des
Planeten Elysium, gekommen. Doch als im Weltall ein Rendezvous mit dem
Raumschiff des elysianischen Botschafters stattfinden soll, kommt es zu
einer Katastrophe: Als das irdische Schiff plötzlich selbsttätig
das Feuer auf die Aliens eröffnet, wird der Botschafter getötet
und die Elysianer nehmen diesen Vorfall zum Anlaß, um der Menschheit
den totalen Krieg zu erklären.
Innerhalb
kurzer Zeit verwüstet die überlegene Kriegsmaschinerie der Außerirdischen
mit ihren gigantischen Kampfrobotern die Erdoberfläche und treibt
die überlebenden Menschen in unterirdische Katakomben. Zu den zahlreichen
Opfern gehört auch die Freundin des jungen Pizzaboten Van, der sich
daraufhin der irdischen Widerstandsbewegung anschließt. Nachdem Van
in einer Schlacht beinahe getötet wurde, findet er sich plötzlich
in einer Höhle bei einer weisen Elysianerin wieder. Von dieser Dame
erfährt er, daß der Krieg durch die den Verrat einer dritten
Macht ausgelöst wurde und er einer von vier auserwählten Kriegern
sei. Gemeinsam mit einem Soldaten, einem kleinen Jungen und einer abtrünnigen
Elysianerin macht Van sich daran, das Böse zu besiegen...
Sich
komplett CGI-animiert am Erfolg von "Final Fantasy" orientierend, serviert
die koreanische Produktion "Elysium" eine seichte SciFi-Action-Melange,
die in etwa den intellektuellen Tiefgang der "Power Rangers" aufweisen
kann. Der inhaltliche Schwerpunkt des Films liegt vornehmlich auf ausgewalzten
Kämpfen zwischen den überdimensionierten Kriegsrobotern; dazu
gesellt sich eine kleine Prise "Star Wars"-mäßigen Spacegeballers,
ein kräftiger Schuß mystischen Brimboriums und natürlich
auch eine Love Story. |
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Die
hier gezeigte Zukunftsvision präsentiert sich - bevor alles in Grund
und Boden gestampft wird - als kunterbunter High Tech-Spielplatz mit vielen
lustigen Schwebefahrzeugen und noch lustigeren kleinen Robotern. Über
die politischen Verhältnisse und sozialen Aspekte in diesem Utopia
erfährt man nichts, aber immerhhin wird ja noch Pizza gegessen, dann
kann's so schlimm nicht sein. Auch die Elysianer bleiben ein erstaunlich
farb- und profilloses Völkchen, das außer riesigen Robotern,
noch riesigeren Raumschiffen und trendy Tattoos herzlich wenig zu bieten
hat. Die Story an sich strotzt vor inhaltlichen Ungereimtheiten, doch das
erscheint hier eh schon nebensächlich...
Was
nun die visuelle Umsetzung angeht, so sind den Machern von "Elysium" durchaus
einige recht beeindruckende Sequenzen gelungen (die Szenen im Weltall finde
ich z. B. weitaus besser als das, was man in den diversen "Star Trek"-Ablegern
serviert bekommt). Nichtsdestotrotz beginnt dieser Digital-Look nach einer
gewissen Zeit zu nerven; man fühlt sich, als würde man ein PC-Game
betrachten, bei dem man selbst nicht mitspielen kann. Im Vergleich zum
"altmodisch" gezeichneten Animationsfilm fehlt diesem CGI-Epos einfach
eine persönliche künstlerische Note, wie sie z. B. hochklassigen
Mangas wie "Akira" oder "Ghost in the Shell" eigen war, statt dessen gibt
es sterile Austauschbarkeit aus der Retorte.
Aber
nun ja, der Film ist mit einer FSK12-Freigabe versehen und das dürfte
in etwa auch dem Durchschnittsalter der Zielgruppe entsprechen. In dem
Alter hätte mir das vielleicht auch noch zugesagt...
Zur
DVD:
Bild-
(1.78:1 anamorph) und Tonqualität (Deutsch und Koreanisch, deutsche
Untertitel einblendbar) sind wirklich sehr gut. Als Extras gbt es ein wirklich
schlechtes Making Of, zwei Musikvideos mit gräßlich weichgespülten
Popsongs, Trailer, Teaser und eine Bildergalerie.
©Thomas
Wagner |