Vampyre Planet-Zine

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Entity
Carla (Barbara Hershey) lebt allein mit ihren zwei kleinen Töchtern und ihrem heranwachsenden Sohn, und hat seit einiger Zeit eine Beziehung mit dem Handelsvertreter Jerry (Alex Rocco), der jedoch ständig auf Reisen ist. Abgesehen von den üblichen Alltagssorgen und Geldnöten führt sie eigentlich ein recht normales Leben, bis ein schreckliches Erlebnis ihre Existenz von Grund auf ändert: Eines Abends wird sie in ihrem Haus von einem unsichtbaren Wesen attackiert und vergewaltigt.

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ELYSIUM (Special Edition)

Korea 2003
Regie: Kwon Jae-woong

DVD, I-On Media/Splendid, ca. 85 min, FSK ab 12
 

Irgendwann in der Zukunft: Es ist endlich zu einer Kontaktaufnahme zwischen der Erde und einer außerirdischen Zivilisation, den humanoiden Bewohnern des Planeten Elysium, gekommen. Doch als im Weltall ein Rendezvous mit dem Raumschiff des elysianischen Botschafters stattfinden soll, kommt es zu einer Katastrophe: Als das irdische Schiff plötzlich selbsttätig das Feuer auf die Aliens eröffnet, wird der Botschafter getötet und die Elysianer nehmen diesen Vorfall zum Anlaß, um der Menschheit den totalen Krieg zu erklären. 

Innerhalb kurzer Zeit verwüstet die überlegene Kriegsmaschinerie der Außerirdischen mit ihren gigantischen Kampfrobotern die Erdoberfläche und treibt die überlebenden Menschen in unterirdische Katakomben. Zu den zahlreichen Opfern gehört auch die Freundin des jungen Pizzaboten Van, der sich daraufhin der irdischen Widerstandsbewegung anschließt. Nachdem Van in einer Schlacht beinahe getötet wurde, findet er sich plötzlich in einer Höhle bei einer weisen Elysianerin wieder. Von dieser Dame erfährt er, daß der Krieg durch die den Verrat einer dritten Macht ausgelöst wurde und er einer von vier auserwählten Kriegern sei. Gemeinsam mit einem Soldaten, einem kleinen Jungen und einer abtrünnigen Elysianerin macht Van sich daran, das Böse zu besiegen... 

Sich komplett CGI-animiert am Erfolg von "Final Fantasy" orientierend, serviert die koreanische Produktion "Elysium" eine seichte SciFi-Action-Melange, die in etwa den intellektuellen Tiefgang der "Power Rangers" aufweisen kann. Der inhaltliche Schwerpunkt des Films liegt vornehmlich auf ausgewalzten Kämpfen zwischen den überdimensionierten Kriegsrobotern; dazu gesellt sich eine kleine Prise "Star Wars"-mäßigen Spacegeballers, ein kräftiger Schuß mystischen Brimboriums und natürlich auch eine Love Story.


Die hier gezeigte Zukunftsvision präsentiert sich - bevor alles in Grund und Boden gestampft wird - als kunterbunter High Tech-Spielplatz mit vielen lustigen Schwebefahrzeugen und noch lustigeren kleinen Robotern. Über die politischen Verhältnisse und sozialen Aspekte in diesem Utopia erfährt man nichts, aber immerhhin wird ja noch Pizza gegessen, dann kann's so schlimm nicht sein. Auch die Elysianer bleiben ein erstaunlich farb- und profilloses Völkchen, das außer riesigen Robotern, noch riesigeren Raumschiffen und trendy Tattoos herzlich wenig zu bieten hat. Die Story an sich strotzt vor inhaltlichen Ungereimtheiten, doch das erscheint hier eh schon nebensächlich... 

Was nun die visuelle Umsetzung angeht, so sind den Machern von "Elysium" durchaus einige recht beeindruckende Sequenzen gelungen (die Szenen im Weltall finde ich z. B. weitaus besser als das, was man in den diversen "Star Trek"-Ablegern serviert bekommt). Nichtsdestotrotz beginnt dieser Digital-Look nach einer gewissen Zeit zu nerven; man fühlt sich, als würde man ein PC-Game betrachten, bei dem man selbst nicht mitspielen kann. Im Vergleich zum "altmodisch" gezeichneten Animationsfilm fehlt diesem CGI-Epos einfach eine persönliche künstlerische Note, wie sie z. B. hochklassigen Mangas wie "Akira" oder "Ghost in the Shell" eigen war, statt dessen gibt es sterile Austauschbarkeit aus der Retorte. 
Aber nun ja, der Film ist mit einer FSK12-Freigabe versehen und das dürfte in etwa auch dem Durchschnittsalter der Zielgruppe entsprechen. In dem Alter hätte mir das vielleicht auch noch zugesagt... 
 

Zur DVD: 
Bild- (1.78:1 anamorph) und Tonqualität (Deutsch und Koreanisch, deutsche Untertitel einblendbar) sind wirklich sehr gut. Als Extras gbt es ein wirklich schlechtes Making Of, zwei Musikvideos mit gräßlich weichgespülten Popsongs, Trailer, Teaser und eine Bildergalerie. 
 

©Thomas Wagner