DINOCROC
USA
2004
Regie:
Kevin O'Neill
Darsteller:
Costas Mandylor, Bruce Weitz, Jane Longenecker, Charles Napier, Joanna
Pacula
DVD,
e-m-s, ca. 87 min., FSK ab 16
Die
Gereco Corporation ist eines der führenden Unternehmen auf dem Gebiet
der Genforschung. Hinter den verschlossenen Türen ihrer Forschungslabors
befaßt man sich u. a. damit, mit den Genen prähistorischer Tierarten
zu experimentieren und bringt so eine höchst aggressive Saurier-Krokodil-Hybride
zustande. Als diese eines Tages entwischen kann, leugnet die Leitung der
Gereco Corporation natürlich zunächst die Gefährlichkeit
ihres ehemaligen Schützlings, doch es dauert nicht lang und das Tierchen
beginnt mit großem Appetit das benachbarte Erholungsgebiet zu terrorisieren.
Ein
verkrachter Künstler, eine Hundefängerin (kein Scherz!) und ein
professioneller Krokodiljäger machen sich nun auf die Jagd nach dem
verfressenen Schuppentier, das aber noch reichlich Gelegenheit erhält,
den See von Surfern und Badegästen zu säubern...Keine Bange,
hier handelt es sich nicht um einen hohlen Jurassic Park-Abklatsch auf
Groschenniveau. Immerhin hat Altmeister Roger Corman diesen (übrigens
mit dem Golden Galaxy Award der American Science Fiction Society ausgezeichneten)
Streifen mitproduziert, was trashiges Entertainment verspricht und solches
bekommt man hier auch geboten. Zwar bedient sich DinoCroc ausgiebig
an der anhaltenden Popularität ausgestorbener Großreptilien,
liefert aber keinesfalls spielbergsches Familienkino mit Kuschelfaktor,
sondern (genau wie schon die ebenfalls von Corman produzierte Carnosaur-Trilogie)
eine nicht gerade blutarme Horrorstory in bester alter B-Movie-Tradition. |
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Natürlich
darf man hier kein Meisterwerk erwarten und muß einige Abstriche
in Kauf nehmen, die jedoch größtenteils den Special Effects
zuzuschreiben sind. Wie in den meisten modernen Low Budget-Produktionen
kommen diese natürlich auch hier aus der preisgünstigen CGI-Retorte
und der phasenweise recht entenhaft watschelnde Krokodino wirkt häufig,
als sei er gerade einem Computerspiel entsprungen. Doch im Gegensatz zu
unnützen Monströsitäten wie beispielsweise Stephen Sommers'
aufgeblähtemVan Helsing (für mich einer der schlimmsten
Filme des noch jungen 21. Jahrhunderts), die den Zuschauer mit einem inflationären
Wust drittklassiger Computeranimationen über die Grenze des Erträglichen
hinweg lobotomieren, übt DinoCroc sich in vergleichsweiser
Bescheidenheit und setzt eher auf bewährte Genretugenden: So wird
man hier mit einem wirklich effektiven Spannungsaufbau, einer haarsträubenden,
doch gut funktionierenden Story und einer sympathischen Portion Selbstironie
erfreut und bekommt über weite Strecken temporeich-trashige Unterhaltung
geboten. Und in diesem Sinne verleihe ich DinoCroc einen symbolischen
Popcorn Award...
Zur
DVD: e-m-s präsentieren den Film in erfreulicher Bild- (Widescreen
1.85:1) und Tonqualität (DD 5.1 und 2.0 in Deutsch und Englisch),
die Extras sind allerdings etwas bescheiden ausgefallen, denn außer
dem Trailer und einigen Bio- und Filmographien wird nichts geboten. Eine
kleine Panne ist offensichtlich beim Design des Covers passiert, denn die
dort vermerkten deutschen Untertitel finden sich auf der DVD leider nicht.
©Thomas
Wagner |