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Die drei Gesichter der Furcht (I Tre Volti Della Paura)
Mario Bava, Großmeister des klassischen Italohorrors, inszenierte Die drei Gesichter der Furcht 1963 als Episoden- film, in dem drei Geschichten (recht frei auf Vorlagen von Maupassant, Tolstoi und Tschechow basierend) sich auf unerschiedliche Art des Themas Angst annehmen. Der Film führt perfekt die ganze stilistische Band- breite Bavas vor Augen und kann allein schon deswegen Filmfreunden, die das Oeuvre des Regisseurs erst noch entdecken wollen, als perfekter Einstieg empfohlen werden...

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DER MAKLER (TERROR TRACT)

USA 2000
Regie: Lance W. Dreesen
Darsteller: John Ritter, Bryan Cranston, Rachel York

DVD, Universal, ca. 97 min., FSK ab 18
 

Die Umsatzerfolge des Immobilienmaklers Bob Carter lassen zu wünschen übrig. Die von ihm offerierten Objekte sind zwar in allerbestem Zustand, doch Carter hat die verkaufsschädigende Angewohnheit, die Interessenten ausführlich über die Schicksale der Vorbesitzer aufzuklären. 

So auch das junge Ehepaar Doyle, dem er nacheinander drei Häuser vorführt: Im Freemont Estate kam es zu einer Tragödie, als der eifersüchtige Mr. Freemont seine Frau mit deren Liebhaber erwischte. Der gehörnte Ehemann wollte die beiden ermorden, doch das Vorhaben mißlang und er selbst landete schließlich als Leiche in einem See. Doch war er wirklich tot …? Im Gatley Home begann das Unheil, als die kleine Tochter der Gatleys eines Tages ein Äffchen im Garten fand. Das possierliche Tierchen wurde – sehr zum Widerwillen Mr. Gatleys – zum neuen Hausgenossen und entpuppte sich recht bald als mörderische Miniaturbestie. Und in der Goodwin Residenz schließlich, trieb der berüchtigte Granny-Killer sein Unwesen; ein Verrückter mit Großmuttermaske, der sich die Zeit mit dem Aufschlitzen von Teenagern vertrieb …
 
 
 
 
 
 
 
 


Lance W. Dreesens schwarze Komödie Der Makler (eigentlich Terror Tract, die deutsche Titelwahl erscheint hier leicht verunglückt) beweist, daß das gute alte Episodenfilm-Rezept auch heute noch funktionieren kann. Zwar sind die hier erzählten Stories keine Geniestreiche – Drehbuchautor Clint Hutchinson ist halt kein Robert Bloch –, doch in der Kürze liegt bekanntlich die Würze und so bietet der Film durchgehend makabres Entertainment ohne große Längen. Besonders gut gelingt dies, wenn die Grenzen zum Absurden endgültig überschritten werden und der konventionelle Horror einem blutig-grotesken Slapstick weicht: So z. B. in der Episode mit dem mörderischen Affen und ganz besonders im grandiosen, völlig überdrehten Finale des Films, in dem der Makler Bob Carter zu brachialen Mitteln greift, um endlich seine Häuser an den Mann zu bringen und sich das ganze Viertel als ein Hort mordlustiger Irrer entpuppt. Alles in allem also nette Unterhaltung für einen faulen Abend mit Kartoffelchips, in der auch die Besetzung (vor allem John Ritter als gestresster Makler sowie der großartige Killer-Affe) nicht entäuscht.
 

Die DVD bietet ein sehr gutes Bild (Widescreen 1:1,78), satten Sound in DD 5.1 (deutsch und englisch, Untertitel vorhanden) und auch einige Special Features (Produktionsnotizen, Biographien, Trailer, PC-Game und das – leider wirklich überflüssige - Makler-Quiz).
 

©Thomas Wagner