DARK
WATER
(Honogurai
mizu no soko kara)
Japan
2002, Horror/Drama
Regie:
Hideo Nakata
Darsteller:
Hitomi Kuroki, Rio Kanno, Asami Mizugawa, Mirei Oguchi
Yoshimi
Matsubara, erst vor kurzem geschieden, streitet nun gegen ihren Ex-Mann
um das Sorgerecht für Tochter Ikuko. Gerade erst hat sie eine neue
Wohnung bezogen, sieht einem Neuanfang entgegen. Bald nach ihrem Einzug
entdeckt sie den Wasserfleck an der Decke ihres Schlafzimmers, der immer
größer wird.
Das
beginnt ihr langsam Sorgen zu machen. Aber auch, daß ihr Ex nicht
gerade am Aufgeben ist. Im Gegenteil. Soll sie doch ein sicheres Heim präsentieren,
sich selber als stabil darstellen, so fühlt sie sich bald schon etwas
ausgeliefert, das sie nicht erklären kann...
Inzwischen
liegt dieser geniale Streifen auch auf Deutsch vor. Nach „The Ring“ gelang
Hideo Nakata ein weiteres Meisterstück in Gestalt dieses Filmes. Die
Vorlage dazu stammt vom „Stephen King des Japans“ – Koji Suzuki und
die Musik von Kenji Kawai unterstreicht die bedrohliche Stimmung des Streifens.
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Wirklich
viel scheint ja nicht zu passieren, das tropfende Wasser von der Decke,
das Wasser aus dem Hahn, das einfach grauenhaft schmeckt und Nachbarn,
die bisweilen mehr als nur seltsam scheinen. Wasser zieht sich den ganzen
Film über durch, wie ein roter Faden, bis hin zum dauernd bewölkten
oder verregneten Himmel. Wie bedrohlich ein einzelner, fallender Wassertropfen
sein kann, wird hier schön gezeigt, es passiert nichts und doch ....
Splatterfans
werden hier ganz sicher nicht fündig, es gibt keine Effekte, die die
Leute locken sollen, die wenigen Effekte sind sparsam eingesetzt und gut
abgewogen.
Dafür
sind Kameraführung, sowie das Spiel mit Licht und Schatten umso gezielter
genutzt um auch das letzte Qentchen nerven- zerfetzender Spannung einfließen
zu lassen, atmosphärisch dicht gehalten die Erzählung, die einen
nicht mehr los läßt. Und nicht zu vergessen Hitomi Kuroki. Durch
ihre Mimik und Gestik, ihre darstellerische Leistung gewinnt der Film noch.
Für Fans des asiatischen Horrors ein absoluter Muß. Im Übrigen
steht eine amerikanische Neuverfilmung dieses Meisterwerkes an. Aber wo
bei „The Ring“ bereits durch die Neuadaption jede Menge Feingefühl
und Atmosphäre verloren ging, kann man nur hoffen, daß dies
bei „Dark Water“ vielleicht besser gehandhabt wird.
©Rhiannon
Brunner |