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Dark Water
Yoshimi Matsubara, erst vor kurzem geschieden, streitet nun gegen ihren Ex-Mann um das Sorgerecht für Tochter Ikuko. Gerade erst hat sie eine neue Wohnung bezogen, sieht einem Neuanfang entgegen. Bald nach ihrem Einzug entdeckt sie den Wasserfleck an der Decke ihres Schlafzimmers, der immer größer wird.
Das beginnt ihr langsam Sorgen zu machen. Aber auch, daß ihr Ex nicht gerade am Aufgeben ist. Im Gegenteil. Soll sie doch ein sicheres Heim präsentieren, sich selber als stabil darstellen, so fühlt sie sich bald schon etwas ausgeliefert, das sie nicht erklären kann...

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DARK DESCENT

USA/Bulgarien 2002
Regie: Wilfred Schmidt
Darsteller: Dean Cain, Julian Vergov, Biliana Petrinska
DVD, e-m-s, ca. 92 min., FSK ab 18
 
 

SHARK HUNTER - DIE JAGD NACH DEM URHAI

USA/Bulgarien 2001
Regie: Matt Codd
Darsteller: Antonio Sabato jr., Heather Marie Marsden, Christian Toulali
DVD, e-m-s, ca. 95 min., FSK ab 16
 

Abwärts geht's: Mit Dark Descent und Shark Hunter präsentiert die B-Movie-Schmiede U.F.O. zwei amerikanisch-bulgarische Coproduktionen, die beide in der Tiefsee angesiedelt sind. Eine gute Idee, denn dieser bislang nur zu einem Bruchteil erforschte Handlungsschauplatz birgt sicherlich jede Menge Filmpotential - doch wie wurde dies genutzt?

Dark Descent führt in eine nicht all zu ferne Zukunft: Multinationale Konzerne machen sich inzwischen auch auf dem Meeresboden breit, um hier die letzten verbliebenen Bodenschätz auszubeuten, so z. B. auch in der im Marianengraben befindlichen Tiefseemine Atlantis. Hier sorgt Tiefsee-Marshal Will Murdack (Dean Cain) für Ordnung und wird eines Tages mit einer Serie mysteriöser Vorfälle konfrontiert: Einige der Minenarbeiter beginnen plötzlich zu halluzinieren, was zu tödlichen Unfällen führt und Murdack findet heraus, daß der Auslöser in einem Dekompressionsmittel zu finden ist, das die Minengesellschaft an ihr Personal verteilt. Kurz nach dieser Entdeckung erfährt der Marshal, daß der Gangster Vlad (Julian Vergov) überraschend aus dem Gefängnis entlassen wurde und in Gesellschaft zweier Spießgesellen auf dem Weg zur Mine ist, um Rache an ihm zu nehmen. Als diese Nachricht die Runde macht, hat Murdack plötzlich keine Freunde mehr und sieht sich bald mutterseelenallein den schwerbewaffneten Bösewichtern gegenüber...

Dark Descent bietet zwar durchaus interessante Ansätze - die Ausbeutung des Meeresbodens, die Manipulation durch Großkonzerne -, allerdings werden diese nur am Rande schnell abgehakt, der Film fokussiert sich bald auf die Actionszenen und gerät dabei bizarrerweise zu einer in der Tiefsee angesiedelten Mixtur aus High Noon und Outland. Das hätte ja durchaus noch ein ganz lustiger Rip Off werden können, doch leider ist das Ganze recht langweilig inszeniert, die Besetzung dümpelt im qualitativen Mittefeld vor sich hin und die Computereffekte auf TV-Niveau mögen vielleicht einen Hund hinterm Ofen vorlocken, mich jedoch nicht. Blieben höchstens noch ein paar Bonmots für den Trashfreund: Bei all der wilden Rumballerei haben die Kugeln keinerlei Wirkung auf die Außenwand der Unterwasserbasis, welche unter der Bohrmaschine eines halluzinierenden Arbeiters jedoch sofort zusammenbricht; Fiesling Vlad beglückt den Zuschauer mit Sätzen wie "Wenn dir das Leben Zitronen bereithält, mach einfach Limonade draus" und im Finale schließlich gibt es noch eine Atomexplosion, in deren Nähe Murdack beschaulich im Taucheranzug dahingleitet...


Gelungener ist da schon der in der gleichen Ära angelegte Shark Hunter: Der Meeresbiologe Professor Northcut (Antonio Sabato jr.) verlor als Kind durch den Angriff eines ungewöhnlich großen Hais seine Eltern. Bedingt durch dieses traumatische Erlebnis ist er besessen von der Vorstellung, daß es immer noch einige lebende Exemplare des längst ausgestorbenen Urhais Megalodon gibt. Als eines Tages eine Unterwasserbasis auf unerklärliche Art zerstört wird, erhält Northcut den Auftrag mit einem von ihm konstruierten hochmodernem U-Boot nach den Ursachen zu forschen. In den Trümmern findet sich ein übergroßer Haizahn, den der Professor sofort als Beißwerkzeug eines Megalodons identifiziert, was ihm zunächst nur Spott und Skepsis seitens seiner Kollegen einbringt. Doch schließlich begegnet man der gigantischen Kreatur tatsächlich und Northcut sieht seine kryptozoologischen Phantasien endlich bestätigt. Der Megalodon soll mittels narkotikagefüllter Torpedos betäubt und abgeschleppt werden (man fragt sich wohin - nach Disneyland?), denkt verständlicherweise jedoch nicht im Traum daran, sich dies gefallen zu lassen. Recht bald geht alles drunter und drüber und letztendlich auch kaputt...

Sicherlich, auch Shark Hunter hat seine Schwächen: Die Figuren sind unglaubwürdig (so ist Northcut zugleich Biologe, Paläontologe, Tiefseetaucher und alleiniger Konstrukteur eines High Tech-Tiefsee-U-Boots), die Darsteller nicht der Rede wert und einige der "Unterwasseraufnahmen" erinnern an Spezialeffekte der Augsburger Puppenkiste. Dennoch besitzt Shark Hunter einen Unterhaltungswert, der Dark Descent völlig abgeht, was vor allem seinem tierischen Hauptdarsteller zu verdanken ist. Urweltbestien im XXL-Format sind halt ein Blickfang und der Megalodon - Durchschnittslänge 12-13 Meter, Zähne 15 cm, Gewicht 12-14 Tonnen - ist im Pantheon der Filmungetüme eigentlich schon lange überfällig. Natürlich ist das pralle Fischlein in diesem Film computergeneriert erzeugt worden, gestaltet sich jedoch vor allem im Halbdunkel und aus einiger Distanz als durchaus ansehnliches Biest, gegen das Der weiße Hai zum Hering wird. Nur in einigen Nahaufnahmen sorgt seine erstaunlich flexible Physiognomie für unfreiwillige Komik (in einigen Szenen sieht er aus, als würde er jeden Moment anfangen zu knurren...), aber wahrscheinlich wollten die SFX-Programmierer auch ein bißchen Spaß bei der Arbeit haben. Alles in allem ist Shark Hunter ein durchaus kurzweiliges Abenteuer im digitalen Unterwasser-Legoland, inklusive Zoologie-Infotainment und last but not least einen schön destruktiven Showdown.
 

In puncto technischer Qualität schneiden beide DVDs recht gut ab: Dark Descent liegt in Widescreen (1.78:1 anamorph) und deutscher sowie englischer Fassung in DD 5.1 und 2.0 vor. Als Extras sind Dean Cains Bio- und Filmographie sowie Trailer vorhanden. Shark Hunter läßt sich leider nur in Vollbild 4:3 betrachten, auch hier gibt es die deutsche und englische Tonfassung in Ton DD 5.1 bzw. 2.0. Die Extras umfassen Trailer sowie recht interessante Texttafel-Infos zum eigentlichen Star des Films: dem Megalodon.
 

©Thomas Wagner