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Hypnos
Die junge Ärztin Beatriz (Cristina Brondo) tritt ihre neue Stelle in einer an der spanischen Küste gelegenen psychiatrischen Klinik an. Dort wird sie mit dem Fall eines jungen Mädchens konfrontiert, das Zeugin des Mordes an seiner Mutter wurde und sich seitdem in einem Schockzustand befindet. 

Mittels Hypnosetherapie will man dieser psychischen Blockade zu Leibe rücken, doch als Beatriz heimlich eine dieser Sitzungen beobachtet, hört sie, wie Dr. Zabala (Carlos Lasarte) das Mädchen zum Selbstmord auffordert.

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H. P. LOVECRAFT'S DAGON (DAGON - LA SECTA DEL MAR)

Spanien 2001
Regie: Stuart Gordon
Darsteller: Ezra Godden, Francisco Rabal, Macarena Gomez
DVD, e-m-s, ca. 95 min., FSK ab 18
 

Was kommt dabei heraus, wenn ein Lovecraft-besessener US-Regisseur frustriert God’s Own Country den Rücken kehrt, um stattdessen in Spanien seinem Handwerk nachzugehent? Fragen Sie Stuart Gordon, oder noch besser, öffnen Sie eine Flasche alten Rioja, lehnen Sie sich zurück und tauchen Sie ein in H. P. Lovecraft's Dagon: Eine Yacht läuft unter mysteriösen Umständen vor der spanischen Küste auf Grund. Paul und seine Freundin Barbara schaffen es knapp, im Rettungsboot das kleine Fischerdorf Imboca zu erreichen, um dort Hilfe für ihre auf dem sinkenden Schiff zurückgebliebenen Freunde zu holen. Doch diese sind bereits spurlos von Bord des Wracks verschwunden und Imboca entpuppt sich schnell als wenig gastfreundlicher Ort: Die Bewohner – seltsam degeniert erscheinende Zeitgenossen, von denen etliche eine beunruhigende Ähnlichkeit mit Meerestieren aufweisen – sind Anhänger des antiken Meeresgottes Dagon und haben es auf die Schiffbrüchigen abgesehen, um sie ihm als Opfer darzubringen. Mit Hilfe des alten Fischers Ezequiel (des letzten richtigen Menschen in Imboca) gelingt es Paul für kurze Zeit zu entkommen, doch schließlich gerät er wieder in die Gewalt der Anhänger Dagons. Doch Uxía, die Tochter ihres Anführers, will ihn verschonen und Paul erfährt von ihr die schreckliche Wahrheit über sich selbst …

So überstrapaziert der gute alte H. P. Lovecraft derweil auch in literarischer Hinsicht ist, so bieten seine Erzählungen doch nach wie vor hervorragende Grundlagen und Inspirationen für Horrorfilme. Regisseur Stuart Gordon, selbst bekennender H.P.L.-Fan, führte das bereits in den 80er Jahren mit Re-Animator und From Beyond vor Augen. Der 2001 entstandene Dagon setzt das damalige Konzept fort: Die lovecraftschen Elemente werden mit einem deftigen Splatter-Anteil und einer gehörigen Portion Selbstironie zu einem rasant inszenierten, bestens funktionierenden Horrorcocktail vermixt. Natürlich wird hier nicht vorlagengetreu die gleichnamige Lovecraft-Story nacherzählt. 


Das Dörfchen Imboca ist im Prinzip nichts anderes, als eine iberische Innsmouth-Variante; die Degeneration und selbstgewählte Isolation eines ganzen Gemeinwesens sind hier die zentralen Elemente. Dagon ist eine Produktion der spanischen Fantastic Factory, einem Independentunternehmen, das sich immer mehr zu einer Art neuzeitlicher Ausgabe der Hammer Productions entwickelt. Hier boten sich Gordon Möglichkeiten, die er in den USA vergeblich suchte (so fand sich dort z. B. kein einziger Produzent, der bereit war in dieses Projekt Geld zu investieren). Der Film wurde komplett in Spanien gedreht; die Außenaufnahmen entstanden im Winter in einem kleinen Fischerdorf in Galicien, die Kulisse des dauerverregneten Imboca ist also durchaus authentisch. Die Bilder dieser pittoresken alten Häuser, der verwinkelten Gassen, durch die des Nachts die deformiert-entmenschten Einwohner taumeln, sind von einer äußerst gelungenen, unheimlichen Atmosphäre, die die Stimmung aus Lovecrafts Erzählungen sehr gut einfängt. Die ganze Ausstattung des Films wurde mit viel Mühe und Liebe zum Detail gefertigt; das gilt ebenso für die Bauten (so gibt es z. B. einen beeindruckenden, mit bizarren Reliefs versehenen Bau unter Wasser), wie auch für Special Effects und Make Up. Auch die Gore-Effekte sind recht explizit (die Imbocanos haben u. a. die Angewohnheit ihre Opfer lebendig zu häuten) und werden wohl wieder einmal helfen, das Gehalt einiger Zensoren finanzieren; erfreulicherweise handelt es sich hier jedoch um die ungeschnittene FSK18-Version. Die Qualität der Besetzung läßt ebenfalls nichts zu wünschen übrig: Ezra Godden überzeugt als als leicht vetrottelter Antiheld Paul und bringt in die düstere Story ein gehöriges Potential grotesker Situationskomik ein; Francisco Rabal als versoffener, halbverrückter Fischer Ezequiel ist schlichtweg großartig und Macarena Gomez bietet als Fisch-Mensch-Zwitterwesen Uxía einen höchst bizarren, dämonisch-schönen Blickfang.

Die DVD-Special Edition vom e-m-s präsentiert Dagon in rasiermesserscharfem Widescreen 1,78:1, sattem Sound (Deutsch und Englisch in DD 5.1 und 2.0, dtsch. Untertitel vorhanden) und einer prall gefüllten Bonus-DVD mit Making Of, Interviews mit Regisseur und Darstellern, Bildergalerie, Bio- und Filmographien und diversen Trailern.
 
 
 

©Thomas Wagner