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Avatar - Wiedergeburt des Bösen (Eternity)
Der Film beginnt irgendwo im Mittelalter: der gute, blonde Prinz Edward (öde: Jon Voight) rettet die junge Zigeunerin Dahlia (banal: Eileen Davidson) vor den Mißhandlungen seines bösen, schwarzhaarigen Bruders Romi (schmierig: Armand Assante) und nimmt sie im Anschluß auch zur Frau, was diese dankbar mit den Worten "Oh Edward, ich bin doch nur ein Zigeunermädchen, ich bin deiner unwürdig" quittiert. Erzürnt durch seines Bruders unermeßliche Güte beschließt der finstere Romi, das Reich in einen Krieg zu treiben.
 

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ARACHNID

Spanien 2001
Regie: Jack Sholder
Darsteller: Alex Reid, Chris Potter, José Sancho

DVD, e-m-s, ca. 93 min., FSK ab 16
 
 

Bei einem Testflug über dem Südpazifik kollidiert ein Navy-Jet mit einem UFO, das auf einer Insel abstürzt und dort eine außerirdische Lebensform freisetzt, die sich mit der einheimischen Fauna zu recht bizarren Mutationen verbindet. Einige Monate später erhält die Pilotin Mercer den Auftrag eine Expedition unter der Leitung des Arztes Dr. Leon auf die Insel zu fliegen. Die Gruppe, der auch der Arachnologe Capri angehört, soll den Ursprung seltsamer Spinnenbisse erforschen, denen in letzter Zeit etliche der Eingeborenen zum Opfer fielen. 

Auf der Insel angelangt, beschließen die Expeditionsteilnehmer erst einmal das dschungelüberwucherte Eiland zu erkunden, doch schon bald wird ein Mitglied der Gruppe von angeblichen "Zecken" gebissen, die recht aufdringlich unter seiner Haut zu pulsieren beginnen. "Alle sollten jetzt Insektenspray benutzen", bemerkt ein Protagonist recht scharfsinnig und man ist durchaus geneigt ihm zuzustimmen. Wenig später beginnt der zuvor Gebissene plötzlich ein sehr unappetitliches Verhalten an den Tag zu legen: Er erbricht Blut und kleine Kriechtiere, und beginnt schließlich sogar in bester Alien-Tradition aufzuplatzen, um ein schleimiges Etwas ans Licht der Welt zu setzen, das sich als eine abstruse Reptilien-Spinnen-Hybride entpuppt. Der Glaube ans Insektenspray ist natürlich längst dahin, doch war dies alles nur ein Vorgeschmack und der Arachnologe landet im Netz einer gigantischen Spinnenkreatur, gegen die die vorangegangene Menagerie sich ausnimmt wie ein Schwarm Obstfliegen. 


"Das ist wirklich erstaunlich", kommentiert Dr. Leon den Anblick seines eingesponnenen Kollegen und muß schon kurz darauf die Beine in die Hand nehmen, denn der arachnide Riese hat Hunger und in der Folge schrumpft die Gruppe noch arg zusammen, bevor es schließlich in einer Höhle zum Showdown kommt...

Arachnid entstand als Produktion der spanischen Independent-Filmschmiede Fantastic Factory, die seit 1999 eine Handvoll durchaus beachtenswerter Horrorfilme fabrizierte. Coproduziert wurde der Film übrigens von Brian Yuzna, der sich vor allem als Produzent und Regisseur origineller Lovecraft-Adaptionen (Re-Animator, Necronomicon etc.) einen Namen machte und dessen Einfluß hier deutlich spürbar ist. Arachnid ein immens kurzweiliger Film, der sich selbst nicht zu ernst nimmt: Mit einem Augenzwinkern wird hier eine haarsträubende Story mit Alien-Zitaten, Elementen klassischer B-Movies wie Tarantula und einer gehörigen Portion Splatter zu einem trashigen Süppchen zerkocht und dieses Rezept funktioniert gut. Es macht einfach Spaß, dem wild um sich ballernden Lara Croft-Double Mercer zuzuschauen, den lakonischen Statements Dr. Leons zu lauschen und die hübsch animierten Creature Effects zu betrachten. Außerdem tragen die Eingeborenen geblümte Shorts und ich habe gelernt, daß man sich mit flüssigem Stickstoff aus einem Spinnennetz befreien kann. Was will man mehr?

Technisch präsentiert sich diese DVD in der von e-m-s gewohnten Qualität: Es gibt ein klares, gestochen scharfes Bild (Widescreen 1:1,85), sauber-satten Stereosound in wahlweise deutscher (dts 5.1, DD 5.1 und DD 2.0) oder englischer (DD 5.1) Sprachfasung, ein originell gestaltetes Menü und nette Extras (Interviews mit Darstellern, Trailer, Behind The Scenes sowie Textinfos zu Brian Yuzna und Jack Sholder).
 

©Thomas Wagner